So, das Projekt steckt bereits jetzt voller nicht vorhersehbarer Probleme.
Die Systemplatine scheint nur für vollständige Prozessormodule von Siemens geeignet zu sein, wie ich bis jetzt feststellen konnte. Multi-Xeon Boards brauchen bei Betrieb mehrerer Prozessoren ein (in diesem Fall sogar je zwei) Voltage Regulator Modul (VRM), welches die Spannung für den Prozessor regelt (nona). Schön und gut, sowas läßt sich auch problemlos auftreiben, aber die erwähnten Prozessormodule von Siemens habe sowohl Prozessor als auch VRMs auf einem einzigen Steckmodul. Das allerdings bekommt man praktisch nirgendwo gebraucht. Möglicherweise funktionieren auch Standard-VRMs, aber probieren ist bei sowas teuer, weil dann nämlich ALLES kaputt gehen kann (Board, Protessor und VRM).
Nicht genug damit. Wie mir ein erfahrener Guru in Deutschland berichtete, paßt das Board möglicherweise nur in das Originalgehäuse vom Primergy H400 Server.
Das ist doch typisch Siemens. Alles so inkompatibel wie möglich machen, damit die Kunden auch weiterhin auf hauseigene Produkte zurückgreifen müssen. Jetzt verstehe ich auch, wieso es in D eine eigene Firma gibt, die ausgemusterte Siemens-Server verkauft. Sicher ein gutes Geschäft...
Werde wohl diese Idee leider auf Eis legen müssen, schade.
Aber das Projekt ist noch lange nicht tot.
