Thema: Gyrokopter
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Alt 17.01.2002, 00:49   #7
ULli
Veteran
 
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Beiträge: 473


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Hallo,

Freut mich, dass euch meine Entdeckung Spaß macht.

Tja, die Flugmanöver. Ich schreibe jetzt ausschließlich und schamlos aus dem Fliegermagazin ab. Ich selbst habe nicht die geringste Ahnung von den Geräten (aber interessieren tun sie mich schon...)

Also zunächst mal zur Aerodynamik. Bei Flächenflugzeugen bewirkt das Ziehen des Knüppels eine Vergrößerung des Anstellwinkels und damit des Auftriebs (aber auch des Widerstandes). Beim Gyro bewirkt Ziehen ein Kippen der Rotorachse und ausschließlich eine Vergrößerung des Widerstandes, nicht des Auftriebs. Höherer Auftrieb entsteht allein durch schneller rotierende Blätter, und das wiederum bewirkt man durch mehr Fahrt, die ihrerseits nun wieder durch den Druckpropeller erzeugt wird. Stellt man zu steil an, steigt der Widerstand so irrsinnig schnell, dass man das Teil unweigerlich in den Boden rammt... (offensichtlich gab es schon zahlreiche Unfälle deswegen).

Gestartet wird der im FM beschriebene Tandem wie folgt. In die Bremsen steigen, Motor auf 2100 U/min bringen, Rotor mit Hebel (den vermisse ich im Flusi) über Reibrad mit dem Motor zwecks „Vorrotation“ verbinden. Langsam den Hebel nachlassen, Motordrehzahl erhöhen auf 2600, bei Rotordrehzahl 180 ganz loslassen. Wie gesagt, das alles funktioniert im Flusi nicht. Der Rotor dreht bei bloßem Gasgeben gleich volle Pulle... Jetzt erst wird mit Vollgas losgerollt, das Gas wird aber dann gleich wieder zurückgenommen, um zu starke Unterschiede in der Anströmgeschwindigkeit zwischen vor- und zurücklaufendem Blatt zu vermeiden. Nach ungefähr 100m Rollstrecke und bei einer Geschwindigkeit von 65 km/h wird abgehoben (das schaffe ich auch mit einem UL, aber weniger kompliziert... ).

So, jetzt kommt das erste Manöver: kurz nach dem Start kann man das Teil mittels Seitenruder 70 Grad quer zur Bahn stellen und über der Mittellinie weiterfliegen (das schaffe ich mit dem UL nicht..., leider auch noch nicht mit dem Flusi-Gyro). Es gibt übrigens nur ein starres Höhenruder zur Stabilisierung. Einen Heckrotor braucht man nicht, klar, wir haben ja Autorotation.

Dann weitere Manöver: aus Überfahrt stehen bleiben, auf der Stelle drehen und in die Gegenrichtung weiterfliegen. Steigen und Sinken mit hoher Vertikalgeschwindigkeit. Standgas: runter mit 10m/sec (na ja, bekomme ich locker auch im UL hin, sogar noch viel mehr, kurz bevor ich dann den Schirm ziehe...), rauf mit Vario im Anschlag (ca 7-8m/sec, da muss ich im UL passen).

Landung: anfliegen mit 100 km/h, kurz über dem Boden auf fast null Fahrt abbremsen und mit Sporn zuerst aufsetzen... Tja in der Tat, da wird die Wiese vorm Haus zum verlockenden Landeplatz... (aber Pustekuchen, Flugplatzzwang in der Republik... ).

Tscha, so is dat man mit dem Gyro. Im Flusi habe ich aber noch das wenigste von diesen Manövern hinbekommen, deshalb ursprünglich meine Frage. Gar nicht ausgeschlossen, dass ich das mal in echt ausprobiere.....

Alles klar? Nachfrage ist zwecklos, siehe oben.

Gruss,

ULli
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