> Ein Alternate liegt ja meistens in der Nähe des geplanten
> Ankunftsflughafen, so daß ich schon glaube, daß Vectorführung
> durch ATC erfolgt.
Das mag vielleicht innerhalb Europas zutreffen, aber ich glaube nicht, daß diese Aussage allgemein gültig ist. Bei einem Langstreckenflug kann es bei kritischem Wetter durchaus schon einmal vorkommen, daß eine ganze Gegend nicht anfliegbar ist. Ich denke da z.B. an eine Schneesturm-Front an der US-Ostküste, welche z.B. fast gleichzeitig Philadelphia, New York, Boston und Washington lahmlegen kann (ist, glaube ich, auch schon passiert).
Oder einem größerem Hurrican, der über Hawaii hinwegzieht (sicher auch möglich). Wenn hier die LH nonstop von Frankfurt nach Honolulu fliegen würde und erst eine Stunde vor der Landung merkt, daß keine einzige Insel mehr anfliegbar ist.... insofern habe gerade Langstreckenflüge mehrere Alternates, die nicht unbedingt in der Nähe des Zielflughafens liegen.
Auch der 11.9. war so ein Fall, wo zunächst alle Flughäfen in New York geschlossen wurden; insofern wäre es unklug gewesen, KEWR als Alternate zu planen. Die spätere Situation, in der der komplette US-Luftraum gesperrt wurde, ist natürlich zu einer großräumigen Wetterverschlechterung nicht wirklich vorhersehbar, hat aber letztendlich den gleichen Effekt.
Markus
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