Scheinbar gibt's hier ein paar Missverständnisse, was MP3 und MiniDisc anbelangt.
Vielleicht kann ich ein bisschen helfen:
1. Man kann alles (ja auch MP3-Dateien) auf MD überspielen, solange das Ausgabegerät einen passenden Ausgang hat: entweder optisch (nicht zu verwechseln mit den SPDIF-Ausgängen auf den meisten Soundkarten) oder mit dem alten 3.5er Kabel. Der MD-Recorder komprimiert sowieso alles ins hauseigene ATRAC3-Format. Ob die Quelle jetzt eine MP3-Datei, Kassette oder Schalplatte ist, ist egal.
2. Dieser R700PC von Sony ist ein ziemlicher Reinfall: Das Überspielen läuft 1:1 ab. Wenn ein Lied 5:35 dauert, dann dauert das "Kopieren" genau so lange. Außerdem ist das ein ANALOG-Kabel, dass einfach am USB-Port angeschlossen wird!! Deswegen nur der geringe Preisunterschied von € 20 zum baugleichen Modell R700 (ohne "PC" am Schluss).
3. Es gibt von Sony allerdings ein Kabel (PCLK-U5) mit dem man digital überpielen kann. Die Dauer ist allerdings auch 1:1 und es kostet auch so ca. € 60. Fragt sich nur, ob sich das lohnt. Text am Computer eingeben und bequem transferieren geht damit nicht. Dafür gäbe es ein anders Kabel, welches aber nicht mit tragbaren Recordern funktioniert.
4. Richtig digital Kopieren, als ohne dass der Recorder tatsächlich aufzeichnet, sondern die Daten in mehrfacher Geschwindigkeit aufnimmt, wird man erst mit NetMD können (
www.minidisc.org)
. Sony's Kopierschutz wird allerdings dafür sorgen, dass man da nicht so ohne weiteres jede x-beliebige MP3-Datei raufspielen kann.
5. Die MP3-Player von Sony sind eigentlich keine wirklichen MP3-Player. Auch sie benutzen ARTRAC3. Das heisst, die MP3-Datei wird nochmals komprimiert. Dafür schauen sie verdammt gut aus, sind leicht und klein. Aber auch hier gibt's -glaube ich- schon diesen Kopierschutz. Und der Preis ist auch ziemlich hoch.
Hoffe, ich konnte ein paar Sachen klären...
Gute Nacht!