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Wenn mal keine TWR oder APP für dich da ist, aber ein Centercontroller arbeitslos herumlungert , dann kannst du auch den anfunken - er hilft dir betimmt.
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Da hat der Michael recht. Ich hatte mal das (sehr große?) Glück, bei einem geplanten Flug von EDDT nach EDDS nur einen einzigen (aber erfahrenen) Controller in Berlin anzutreffen. Der hatte wohl gerade richtig Zeit und schien hochmotiviert zu sein - hatte also richtig Lust auf seinen Job. Da wenig los war (eigentlich gar nichts), bot er sich an, mich den ganzen Flug über zu begleiten. Das war natürlich eine perfekte Situation gewesen- für mich als Anfänger wohlbemerkt! Realer ist es natürlich wenn Handoffs stattfinden - man also von einem zum anderen Controller weitergereicht wird. Aber als Anfänger - und da sollte man sich auch keinen Zacken aus der Krone brechen, das im Flugplan zu erwähnen - ist man natürlich heilfroh, wenn man während des Fluges einen "Bekannten" an seiner Seite hat, der die Tatsache kennt, wie einem die Birne raucht, wenn du mit der Materie noch nicht so vertraut bist und dann auch noch gleichzeitig fliegen und funken musst.
Obwohl es natürlich mit Headset und RW oder BFC realer ist, den Funk zu führen, empfand ich es anfänglich doch angenehmer, erst mal das Text-Pad von SB zu nutzen. Es bietet in der Anfänger-Phase einfach den Vorteil, dass du die Anweisungen LESEN und bei Bedarf auch noch mal nachlesen kannst. Procedures fliegen, verbale Anweisungen über Headset zu erhalten (evtl. sogar in Englisch), sie richtig zu verstehen und sie auch richtig auszuführen und das auch noch alles zusammen gleichzeitig, das kann am Anfang schon recht stressig werden. Da wird aus einem geforderten und auch eigentlich richtig verstandenen FL120 (One Two Zero) beim Readback schon mal ein FL210 (Two One Zero), aus einem TURN RIGHT HEADING ein TURN LEFT HEADING oder du vertauscht die Zahlenwerte beim Readback. Wenn man sich nun noch vorstellt, dass der Controller bedingt durch erhöhten Flugverkehr nicht sehr viel Zeit für dich hat, kann sich der Stres im Homecockpit auch schon mal vervielfachen. Man muss sich schon oftmals zur Ruhe zwingen, bis alles in Fleisch und Blut übergegangen ist.
Suche dir am Anfang lieber Phasen aus, wo nicht allzuviel los ist. Die Routine kommt mit der Zeit.
Weiterhin gutes Gelingen.
Ach ja - mal einen Blick hinter die Kulissen zu wagen ist auch sehr hilfreich. Lade dir in jedem Fall auch Pro Controller runter, das Programm für die Lotsen. Du kannst ihnen bei der Arbeit am Radarschirm quasi über die Schulter schauen. Da wird einem auch so manches klarer.
Grüße, Achim O.T.N.