Thema: YLine
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Alt 10.02.2000, 11:38   #6
The_Lord_of_Midnight
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http://www.ombudsmann.at/

Irreführende Werbung?
08.02.2000
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VKI übt nach Beschwerden beim Internet Ombudsmann massiv Kritik an überzogenen Versprechen der Internet-Provider AOnline, Chello und Yline.
Die Internet-Welle hat auch Österreich nicht zuletzt auf Grund der "Go-on – Österreich an's Internet-Aktion" des Bundeskanzleramtes erfasst. Tatsächlich ist das Interesse am Internet gestiegen, und die Anbieter überschlagen sich mit Super-Offerten. Der Haken: Die Provider werben nicht mit den tatsächlichen Kosten, sondern versuchen den Internet-Zugang mit scheinbar günstigen Kombi-Angeboten schmackhaft zu machen, der jedoch bei genauem Nachrechnen sehr teuer kommt. Der Beschwerdestrom verärgerter und enttäuschter Kunden bei VKI und Internet-Ombudsmann reisst nicht ab.

Der VKI kritisiert, dass einerseits die Infrastruktur der Provider dem durch die massive Werbung eingetretenen Kunden-Ansturm nicht gewachsen ist (eingeschränkter Zugang zum Provider und hoffnungslos überforderte bzw. nicht erreichbare Service-Hotlines) und, dass große Internet-Provider andererseits auch noch mit unhaltbaren Versprechungen werben:

Beispiele:
Y-Line: Mehrere Zeitschriften bieten derzeit ein Abo kombiniert mit einem Internet-Zugang und einem Gratis-PC an. Das Kombi-Angebot wird jeweils mit öS 1.990,- ausgelobt. Vertragsbedingung ist eine zweijährige ausschließliche Bindung an den Provider Y-Line mit monatlicher Grundgebühr, der PC geht erst nach zwei Jahren in das Eigentum des Users über. In der Werbung ist davon aber keine Rede. Wer sich für dieses Kombi-Angebot entscheidet, zahlt nicht die ausgelobten öS 1.990,- , sondern kommt im Endeffekt nicht unter öS 8.000,- weg. Vorausgesetzt, der Kunde überschreitet das monatliche vierstündige Surf-Limit nicht, sonst wird es entsprechend teurer.

Ähnlich dem Handy-Markt, werden die Preise für den Verbraucher immer intransparenter. Statt das komplette Angebot auszupreisen, bekommt der Konsument nur Teile vorgesetzt, wodurch unklar ist, mit welchen Gesamt-Kosten schließlich zu rechnen ist. Niemand kann von den Konsumenten verlangen, die einzelnen Kosten wie bei einem Puzzle zusammenzufügen, um den tatsächlichen Preis selbst herauszufinden, kritisiert der VKI massiv die Verschleierungstaktik der Provider.

Der VKI wird diese Beschwerden nunmehr genau beobachten und sammeln, um diesen unlauteren Werbemethoden ebenso entgegen zu treten, wie den häufigen Leistungsstörungen bei den boomenden Produkten.
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