Also diese Reaktionen erinnern mich an die Leserbriefe in der Kronenzeitung.
Entschuldigung, wenn sich dadurch jetzt jemand angegriffen fühlt, aber dieser Eindruck drängt sich mir auf.
Kinder denken nun mal anders als Erwachsene.
Das nennt man auch magisches Denken:
http://de.wikipedia.org/wiki/Magisches_Denken
Bei derartigen Aussagen wie "Da muss man einen großen Bogen machen", verstehen die "Aha, alles was neu und unbekannt ist, ist nicht gut, das muss man meiden, da muss man weglaufen, das ist gefährlich, das ist verrückt".
Und wenn sie mal nicht mehr weglaufen können, dann kommt es zum Konflikt.
Man muss also unter allen Umständen vermeiden, "anders" zu sein.
Selbst wenn man dann sein eigenes Selbst verleugnen muss.
Da gabs doch mal einen Film mit einem Buben, der wollte lieber Ballett tanzen als Fußball spielen.
Aber sein Vater hat ihn dafür verachtet und übelst beschimpft, anstatt Verständnis für die Wünsche seines Kindes zu zeigen und ihn zu unterstüzten.
Eine entsetzliche und herzzerreißende Situation.
Mit derartigen Methoden schafft man vereinfacht dargestellt Systemtroteln, die zu allem Ja und Amen sagen, nur weil es "normal" ist.
Was auch immer das sein soll.
Aber glückliche Menschen schafft man damit nicht.
Wobei es auch völlig egal ist, obs jetzt um die Trackshittaz geht oder die Wurst.
Wichtig ist, ob man sich Gedanken macht über die Ursachen und Gründe, warum jemand was bestimmtes macht.
Und warum jemand "anders" ist.
Man kann aus dem Youtube-Video der EAV einiges lernen, wenn man wirklich und auch selbstkritisch darüber nachdenkt.
Wie heisst es so treffend am Ende des Liedes:
Ja, es ist die Toleranz ein besseres Wort für Ignoranz.
Denn gnädig tolerieren heißt noch lang nicht akzeptieren.
Oder in anderen Worten:
Nur wenn man den anderen auch akzeptiert, hat man ihn wirklich ehrlich und aus ganzem Herzen toleriert.
Alles andere ist nur Makulatur und ein Zeichen vom Dummheit.
Ein bißchen problematisch finde ich, daß in dem Lied der intolerante Mensch am Beispiel eines alkoholkranken Arbeiters dargestellt wird.
Es ist nur ein Klischee, daß Arbeiter automatisch alkoholkrank sein müssen.
Oder das intolerante Menschen automatisch alkoholkrank sein müssen.
Aber die Klischees werden wohl im Rahmen der künstlerischen Freiheit eingesetzt, um das ganze klarer darzustellen.
Der Nachteil dabei:
Jeder, der sich selbst nicht als alkoholkrank sieht (obwohl er es vielleicht sogar ist !) hat sofort eine einfache "Rechtfertigung", daß er natürlich nicht intolerant ist.