Ich weiß nicht, was ich theoretisch beim Festnetz zahlen würde.
Ich weiß nur, das ich damals vergleichsweise horrende Telefonkosten hatte und heute zahle ich fürs Telefonieren praktisch gar nichts mehr.
Was die Telekom damals verlangt hat und heute verlangen würde, das müssen andere beantworten, ich weiß es nicht.
Der Punkt ist, daß ich heute eben nicht mehr auf die Telekom angewiesen bin.
Es gibt diese Option aber nach wie vor für alle, die gerne weiterhin bei der Telekom bleiben wollen und damit für jedes Gespräch zahlen wollen, selbst im eigenen Netz.
Das ist für mich Fortschritt, das ist ein bißchen mehr Freiheit und Lebensqualität.
Was eine bestimmte Person damals verdient hat und was sie heute verdient hat, das kann hier kein Maßstab sein.
Da müsste man eher Statistiken bemühen, wie damals die Lohnsumme ausgehen hat und wie sie heute aussieht, nicht wahr ?
Aber wenn du ein Beispiel willst, bitte.
Als ich damals nach der Matura zu Arbeiten begonnen habe, habe ich irgendwas im Bereich zwischen 5000 und 6000 Schilling verdient.
Das wird wohl sowas im Bereich von 400 Euro gewesen sein, damit hatte ich wahrscheinlich den Mindestlohn, oder ?
Wohlgemerkt für eine Vollzeitbeschäftigung von 40 Stunden !
Wie sieht heute der Vollzeitlohn aus ?
Auf jeden Fall ist er deutlich höher als 400 Euro, oder ?
Das habe ich übrigens genau 1 Monat gemacht, als ich meinen Lohnzettel bekommen habe, habe ich sofort gekündigt, denn ich hatte bereits einen Job in der IT.
Dann habe ich sofort auf einen Schlag ATS 10000 verdient.
Mein Gehalt war dann innerhalb von 5 Jahren auf 25000 ATS.
Und selbst diese 2000 Euro konnte ich mittlerweile vervielfachen.
Das davon den überwiegenden Teil der Staat schluckt, das ist ein anderes Thema, denn von meinen Steuern profitieren ja auch viele andere, abgesehen von den irren Schulden, die unsere Politiker ohne uns zu fragen verursacht haben.
Ja, mein Gehalt steigt natürlich nicht mehr im gleichen Ausmaß wie früher.
Aber ich bin bereits auf einem Niveau, wo mir das egal ist.
Denn ich weiß auch, wie es damals war, und ich weiß, was es heißt für einen Mindestlohn zu arbeiten.
Und ich weiß auch, was es heißt, hart köperlich zu arbeiten.
Das habe ich bereits mit 7 bis 8 Jahren am Feld gemacht.
In meinem persönlichen Fall kann ich nur sagen, daß der Fortschritt enorm war und der Anstieg an Lebensqualität ist ebenso enorm.
Das den Großteil des Geldes, das mir der Staat übrig lässt, meine Familie bekommt, das ist für mich auch selbstverständlich, denn meine Frau und meine Kinder sind mir das wichtigste.
Das ist jetzt also ein subjektives Beispiel.
Genauso wie man sicher eine Unzahl weiterer subjektiver Beispiele nennen kann.
Jedenfalls dürfen wir es nicht so darstellen, als würde es heute allen schlechter gehen, denn das stimmt mit Sicherheit nicht.
Ich kann jetzt noch viele weitere Details nennen, warum es mir heute wesentlich besser geht.
Das fängt beim Haus an, geht weiter zum Auto, zur Qualfikation bei der Arbeit (ja, auch heute neu einsteigende Mitarbeiter haben höhere Qualifikationen als damals einsteigende Mitarbeiter) und zu den Möglichkeiten und Freiheiten die man heute hat.
Alleine schon all die Diskontangebote beim Urlaub und bei den Flügen, das hats damals nicht gegeben, ein Flug kostete zu der Zeit auch noch ein Vermögen, sowas wird dir heute nachgehaut.
Oder wenn ich den Lohn meiner Frau heute in der Bäckerei hernehme.
Die verdient einen Kolletivvertragslohn.
Wenn ich damals mit Matura für 40 Stunden so viel verdient hätte wie sie heute ohne Matura mit 30 Stunden, da wäre ich der Kaiser gewesen.
(Nur weil du es anscheinend als passend findest, die Gehälter von damals als gleich hoch wie heute hinzustellen).
Vielleicht geht es nur um das ewige Thema:
Das Glas ist halbvoll oder halbleer ?
Geändert von The_Lord_of_Midnight (02.02.2012 um 08:44 Uhr).
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