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Zitat von TONI_B
Definiere "bis in das letzte Detail"!
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ich dachte ernsthaft, meine formulierung wäre in für einen deutsch sprechenden menschen verständlich formuliert. was genau ist für dich unklar?
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Zitat von TONI_B
Nein, aber warum reichen dir die Antworten der Physiker nicht?
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weil ich es einfach nicht verstehe - darum! die sprechen nun mal eine andere sprache als ich ...
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Zitat von TONI_B
Reicht dir nicht die Tatsache, dass GPS, Computer und so weiter funktionieren?
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warum sollte mir das reichen? nachdem ich nicht weiß, wie GPS und computer funktionieren, kann es ja gar nicht reichen ...
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Zitat von TONI_B
Da sind wir tief in der Philosophie. Ich würde mal sagen, dass mich der Gedanke, dass "unbelebte" Materie einen freien Willen hat zutiefst erschreckt. Gibt es irgendeinen Grund das anzunehmen? Wo hat Materie jemals freien Willen gezeigt? Bis jetzt bleibt alles im Rahmen der Grenzen(!) der Berechenbarkeit. Wenn sich dann einzelne Teilchen quantenmechanisch nur statistisch berechnen lassen, spricht das mMn nicht für einen freien Willen des einzelnen Teilchens.
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zunächst mal: ich hatte meinen sätzen keinen punkt, sondern ein fragezeichen (= "?") folgen lassen - somit habe ich keine behauptung aufgestellt, sondern eine frage an die leserschaft gerichtet.
oder etwas abgeschwächt: mir fallen halt nur 3 möglichkeiten in diesem zusammenhang ein:
1. die funktionsweise unserer welt folgt expliziten regeln bis hinunter in die kleinesten elementarteilchen.
2. die funktionsweise unserer welt ist rein zufallsbestimmt und das regelwerk ergibt sich erst aus dem mittelwert aller zufallszustände.
3. die funktionsweise unserer welt wird vom freien willen der materie gesteuert.
wenn wir uns nur kurz auf diese 3 modelle einigen können, dann stellen sich die nächsten fragen:
- gibt es darüber hinaus noch weitere möglichkeiten, wie unsere welt aufgebaut sein könnte?
- welche der möglichkeiten hat die höchste chance, die richtige zu sein?
zur letzteren frage habe ich mir folgende überlegungen gemacht:
einen freien willen der materie schließe ich mal auch aus - das wäre für mich ebenfalls die unangenehmste form der funktionsweise unserer welt. obwohl sie die einzige variante wäre, die einen freien willen überhaupt zulässt.
somit bleiben nur noch die varianten 1 und 2 übrig.
wäre die nummer 2 korrekt (also dass alles rein zufallsbestimmt wäre) und die wissenschaftler würden es ernsthaft in erwägung ziehen, dass die welt so aufgebaut ist, dann müsste doch mit den heutigen erkenntnissen die wissenschaft am ende sein. zufall ist zufall und kann (soweit ich das nach meinem begrenzten wissen beurteilen kann) nicht erforscht werden. denn dann wäre ich nie in der lage, die mechanismen zu finden, warum gerade eine bestimmte augenzahl gewürfelt wurde.
oder die wissenschaftler glauben selber nicht an ein zufälliges funktionieren unserer welt, sonderen suchen nach wie vor nach "beweisen", dass doch alles nach fest vorgeschriebenen regeln abläuft. denn nur dann macht es in meinen augen sinn, weitere ressourcen in die elementarforschung zu stecken - wenn ich von vornherein die chance sehe, neue erkenntnisse über das funktionieren unserer welt zu finden.
wie erwähnt: das sind lediglich meine überlegungen über den freien willen. in meinen augen bleibt hier nun mal absolut kein platz für einen "freien willen". weder in dem fall, dass alles nur zufallsbestimmt ist noch in dem fall, dass alles festen regeln folgt. und ja: damit sind wir selbstverständlich tief in der philosophie - einfach deswegen, weil die physik darauf keine antwort zu geben in der lage ist.