Wenn es sich um eine einfache Wahrheit, wie die Radioaktivität, welche ca 1 Röntgenuntersuchung täglich entspricht, handelt, ist das prinzipiell viel einfacher, als wenn wir von tausenden Chemikalien sprechen, denen krebsfördernde Wirkung zugesprochen wird. Meine persönliche, durchaus vom Verstand gebildete, Meinung war immer, dass der Mensch einen beträchtlichen Teil seiner Evolution am Lagerfeuer verbracht hat und damit bestens an Rauch adaptiert ist.
Nur kommt in dieser Gleichung Radioaktivität nicht vor. Es gibt klare Gesetze, die jeden davor schützen sollen, zuviel Strahlenbelastung abzubekommen. Ob es sich um Mitarbeiter im Atomkraftwerk oder Röntgenfachkräfte handelt, alle werden peinlich überwacht. Da finde ich es unerhört, dass man nicht klar legt, dass ca 30 Tschick einer vollen Dosis Röntgenstrahlung einer durchschnittlichen Untersuchung entsprechen.
Noch einmal, bevor da wieder alles in tausend Aspekte zerredet wird: Mich persönlich stört Rauch und Qualm weiterhin nur sehr relativ. Aber so, wie ich mittlerweile weiß, dass die meiste Radioaktivität menschlichen Ursprunges und das meiste freigesetzte Quecksilber tatsächlich aus der Kohlekraft stammen, gehört meiner Ansicht nach die Strahlendosis des Tabakes ganz besonders "gewürdigt".
Denn wenn es um solche Gefahren geht, stehen den suchtbedingten und -bedingenden Irrationalitäten augenblicklich ein entsprechend irrationales Gefahrengefühl gegenüber. Das kann dem Süchtigen durchaus helfen.
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