Das ist ja das Problem der derzeitigen CO²-Diskussion: die Öffentlichkeit erwartet sich eine einfache Wahrheit und jeder posaunt herum, was er dafür hält. Aber selbst die Wissenschaft betont, dass der ganze Kreislauf ungeheuer komplex ist, keinesfalls trivial verständlich und nicht einmal noch völlig erforscht.
Das bedeutet aber nicht, dass nicht wesentliche Eckpunkte des Systems nicht bereits bekannt wären:
Ja, es stimmt, dass das meiste CO² noch immer jenes der natürlichen Kreisläufe ist. Aber hier geht es um mehr als um ja/nein. Sondern um genau das, was ich mit Paracelsus anzudeuten versuchte: die Dosis macht das Gift.
Das heißt: wenn die gesamte Biosphäre als (äußerst komplexer) Organismus verstanden wird, so genügen geringe Differenzen, um das gesamt System enorm zu verändern.
Diese geringen Differenzen können wir mit unseren Millionen Tonnen täglicher Hinzufügung aus fossilen Quellen allerdings schon als Menschheit provozieren, nach dem Motto, kleine Ursache - große Wirkung. Verschärfen können wir die Wirkung, wie gesagt, wenn wir die Flora ruinieren, wo und wie immer.
Als Individuum bin ich nicht mit dem Ausatmen gefragt, sondern mit meinem Verbrauch fossiler Brennstoffe.
Was sonst giftig ist, von abgebrannten Brennstäben bis Plastiksackerl, muss getrennt betrachtet werden und kann nicht aufgerechnet werden.
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