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Alt 12.09.2001, 07:10   #5
PeeCee
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Premiere World http://www.premiereworld.de verändert mit 1. Oktober erneut seine Programmstruktur. Künftig wird es statt bisher drei Programmpakete fünf verschiedene Abomöglichkeiten geben. "Damit wollen wir mehr Transparenz, aber auch mehr Wahlmöglichkeiten schaffen", erklärte Geschäftsführer Manfred Puffer Montagabend in Hamburg. Zuletzt wurden erst Anfang Juli die Abomöglichkeiten verändert. Mit dieser "Fortsetzung der Programmreform" will der Sender seine bei 2,4 Mio. stagnierende Kundenzahl ausbauen. "Diese Zahl ist nicht ausreichend oder zufriedenstellend". In den nächsten Jahren will Premiere nach Worten Puffers ein "massenattraktives Medium mit mehr als vier Mio. Subscribers werden". Planzahlen für 2001 wollte er jedoch keine nennen.

Um dies zu erreichen, soll vor allem ein kostengünstiges Einsteigerpaket einen Einblick in das gesamte Spektrum von Premiere geben. Das so genannte Basic-Paket bietet für 29 Mark (206 Schilling) im Monat 15 Programme, darunter den neu geschaffenen Kanal Premiere One. Dieser zeigt monatlich neben 35 Filmhits unter anderem auch samstags um 17.30 Uhr eine 60-minütige Zusammenfassung der deutschen Fußball-Bundesliga.

Sportfans will Premiere mit dem Sport-Paket ködern. Dieses umfasst für 58,67 Mark (413 Schilling) monatlich zusätzlich zum Basic-Angebot drei Sportkanäle. Die bisherige Möglichkeit, im Pay-Per-View-Verfahren einzelne Bundesligaspiele anzusehen bzw. ein Ticket für die ganze Saison zu erwerben, fällt weg. Künftig werden alle Live-Spiele für die Abonnenten des Sport-Pakets im Preis inkludiert sein. "Das Saisonticket war mit 349 Mark zu hoch", erklärte Programmchef Hans Seger. Ein großes Kundenpotenzial würde ein einfaches Monatsmodell bevorzugen. Die Erwartungen wären aber dennoch übertroffen worden. Genaue Zahlen wollten die Verantwortlichen aber auch in diesem Zusammenhang nicht nennen.

Als Sport-Highlights der kommenden Monate wurden die Übertragungen der Olympischen Spiele sowie die Fußball-WM genannt. "Wir werden alle Turniere und Begegnungen mittels Multifeed und Splitscreens übertragen", so Sportchef Carsten Schmidt. Im Filmbereich werden Cineasten künftig mit dem Movie-Paket (48,90 Mark; 344 Schilling) bedient, das neben dem Basic-Angebot zehn weitere Programme enthält. Zu diesen zählen neben den Programmen Disney Channel und Beate Uhse TV die Premiere-eigenen Serien-und Filmprogramme. Für diese sind als Highlights im kommenden Jahr "Verschollen" und "Pearl Harbour" angekündigt.

Desweiteren wird das Super-Paket geschaffen, eine Kombination aus Basic, Sport und Movie für 68,45 Mark; 481 Schilling). Das Premiere All In-Paket enthält zusätzlich den unbeschränkten Zugang zum Pay-per-View-Angebot Premiere Select. Im Gegensatz zu den Movie-Programmen werden hier auch Dolby Digital, 16:9 Bildformat und Zweikanalton angeboten.

Die analoge Ausstrahlung von Premiere soll laut Puffer im deutschen Kabel mit Jahresende auslaufen. Über Satellit werde das Programm im Laufe der ersten Jahreshälfte 2002 eingestellt. "Nur mehr weniger als zehn Prozent der Kunden nutzen die analoge Verbreitung". Der Geschäftsführer stellte im Rahmen der Präsentation auch klar, dass die Ausstiegsklausel des 22 Prozent-Gesellschafters BSkyB nicht an die Zahl der Abonnenten, sondern an einen Börsengang im Jahr 2003 geknüpft ist. "Das ist weiterhin erreichbar", gab sich Puffer optimistisch.
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