Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient. Dass die EU gerne von ihrer trottelhaften Seite her dargestellt wird, halte ich eigentlich nicht für sehr intelligenzfördernd. Sind die kleineren nationalen Regierungen im Schnitt schlauer? Imho nein. Völlig vertrottelt finde ich hingegen, "Wirtschaftspolitik" als das isoliert Erstrebenswerte darzustellen. Weil das Leben einfach viel zu vernetzt ist. Der Schutz der Biosphäre ist genauso von "Wirtschaft" abhängig, wie Bildungswesen, Verteidigung, Gesundheitswesen oder andere Bereiche. Nur die EU garantiert kein weiteres gegeneinander ausspielen von nationalen Regierungen. Dazu bestimmt das Ideal der Demokratie den Weg, auch wenn die Lobbies (siehe irischen Propaganda-Milliardär) den Leuten heftig einreden, die EU sei undemokratisch und dem Vertrag von Lissabon das Gegenteil andichten von dem, was er tatsächlich soll: mehr Demokratie durch Stärkung des Parlaments gegenüber der (undemokratischen) Kommission. Nationalismus ist gestern, globale Demokratie morgen und dazwischen der Weg dorthin a la EU.
Ich würde mir wünschen, die Hirnenergie ginge hier im Forum in Richtung Entwicklung wünschenswerter Strukturen für möglichst alle Menschen des Globus, statt letztlich und zu Ende gedacht in Richtung ewiggestriger nationaler Phantasien.
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