Ich kenne den Artikel auch - aber mir fehlen ein paar wichtige Fakten um Planet-Notebook abzuurteilen.
Das beginnt schon mit der Bonitätsprüfung, die in D für solche Rechtsgeschäfte mittlerweile Standard ist. Laut Zeitungsartikel hat der Käufer hat ja mehrmals, vor Vertragsabschluss, diese Zahlungsart eingefordert. Ich finde hier keinerlei Hinweis auf eine Recherche seitens des Heise Verlages.
Anhand der Schilderungen wollte der Käufer aus beruflichen Gründen ein Display mit hoher dpi-Zahl. Jetzt muss mir mal einer erklären was 3DMark mit einer hohen dpi-Zahl zu tun hat. Oder ist es mittlerweile so dass ein CAD-Zeichner seine HW anhand des 3DMark Scores kauft
Und was die Garantieleistung betrifft - der Käufer wurde prompt an die nächstgelegene Servicestelle verwiesen.
Sorry, aber wenn ich mir ein Notebook um über 2800 Euro anschaffe schließe ich automatisch einen entsprechenden Servicevertrag mit Pickup- und Returnvertrag ab indem auch ein kostenloses Ersatzgerät inkludiert ist (e.g. HP CarePack). Selbst für mein, nur 900 Euro billiges, Acer-Notebook habe ich eine Garantieverlängerung auf 3 Jahre gekauft.
Die nächste, für mich unerklärliche Sache ist, dass es ein Businessnotebook sein musste. Hätte sich der Käufer beraten lassen wüsste er, dass diese Dinger eher auf Robustheit, Ausdauer und Service als auf Power ausgelegt sind.
Fazit:
IMHO, der liebe Herr Doktor wollte sich nicht mit einem, seinen Ansprüchen entsprechenden "Prolo-Notebook" à la Dells Alienware-Serie in der Öffentlichkeit zeigen. So hat der alte Schlaufuchs halt einen Händler gesucht und gefunden der ihm in ein elegantes Lenovo die entsprechende HW einbaut. Von dem Sohnemann ja auch was haben soll - wenn es von der Steuer abgesetzt ist
Planet-Notebook ist natürlich auch nicht nicht unschuldig - hier hat eindeutig die Gier über die Vernunft gesiegt (bei dem VK auch kein Wunder).
PS: ich habe den Artikel nun mehrmals gelesen. Und mit jedem weiteren Male scheint es mir als ob sich der Kunde hier auf Kosten des Händlers einen Vorteil verschaffen wollte. Frei nach dem Motto: "Wenn Sie mir nicht endlich liefern was ich will gehe ich zur c't". Und deren Redaktion ist prompt darauf reingefallen.