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Zitat von Baron
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Ich habe nie anderes behauptet. Beide Rechner kamen 1985 heraus (wie auch GEM 1.2 für den PC) und wurden sehr schnell angenommen. Sie waren sehr wahrscheinlich auch ein wichtiger Grund, die Entwicklung der Maus-unterstützten Programme am PC voranzutreiben (und natürlich auch
Lisa und
Macintosh, die früher verfügbar waren). Ich weiß aber noch immer nicht, was man 1983/84 am PC mit einer Maus hätte anstellen sollen. Man darf nicht vergessen, dass im Sommer 1984 ein mit 640kB voll ausgebauter IBM PC (noch nicht XT und ohne Festplatte, aber mit Hercules-Graphikkarte und SW-Schirm!) ca. öS 70.000,-- gekostet hat, und daher nicht allzu viele Geräte als "Spielekisten" zu Hause herumgestanden sind. Und wobei willst du Satan_666 dann noch zustimmen?
Wenn ich es mir recht überlege, kann man wirklich 1987 als wichtiges Jahr für die PC-Maus anführen. Mit der heute noch verwendeten PS/2-Schnittstelle gab es endlich einen dauerhaften, verbindlichen Hardwarestandard. Vor Windows 2.0 gab es kaum professionelle Software für Windows (ich erinnere mich an
In-A-Vision, dem Vorläufer des
Micrografx Designer). 1987 brachte Digitalk
Smalltalk V heraus. Das war ein Entwicklungssystem mit graphischer Benutzeroberfläche (das erste, das ich gesehen und in der Hand gehabt habe), das auf DOS aufsetzte. Es war aber auf XT- und AT-Rechnern nur andächtigen Verfechtern der Langsamkeit zumutbar, es benötigte unbedingt einen 386er, um damit wirklich gut arbeiten zu können. Aber 1987 kamen für Windows immerhin
Excel,
Pagemaker,
Draw und
Designer heraus, was den Privatmarkt noch nicht tangierte, aber im professionellen Sektor immerhin bemerkt wurde. In dieser Zeit veröffentlichte
The Whitewater Group das erste auf Windows 2.0 laufende integrierte Programmentwicklungssystem.
Actor war eine Art Pascal mit Smalltalk-Erweiterungen und vollständig OOP, aber anstatt wie Borland einige Jahre zuvor das Produkt zu günstigen Preisen unter das Volk zu bringen und eine Monopolstellung aufzubauen, wollten die Brüder $500,-- für das Entwicklungssystem und konnten nie richtig abheben. Mit
Actor konnte man damals mit ein paar Zeilen Code das berühmte "Hello World"-Fenster unter Windows anzeigen, während bei MS dafür drei Seiten C-Code nötig waren. MS brauchte noch Jahre bis zu
Visual Basic, das dann auf breiter Basis die Revolution in der Windows-Programmentwicklung einleitete (die heutige Programmiersprache
Ruby hat übrigens mehr als nur eine leichte Ähnlichkeit mit
Actor!). Neben
Turbo Pascal 4 kamen auch
Turbo C 1.0 und
Turbo Basic heraus, die auch Maus-Unterstützung in der DOS-basierten IDE hatten.
Noch eine Bemerkung zu den DOS-Spielen. 1984 kam für den IBM PC jr.
Kings Quest heraus. 1985 und 1986 folgten
KQ2 und
KQ3, alle Spiele mit reiner Tastatur-Steuerung! Laut Wikipedia hatte auch
Larry Laffer 1987 nur eine Tastatur-Steuerung (erst spätere Versionen bekamen Maus-Unterstützung)!
