Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 04.06.2007, 20:00   #405
Guru
 
Registriert seit: 01.01.1980
Ort: Wien
Beiträge: 65.570


Standard

Zitat:
Original geschrieben von TONI_B
@Guru
Für mich ist das halt die Frage, warum 200km/h im "normalen" Verkehr sein müssen. Wenn es nur Autos gibt, die max. 90km/h fahren und wenig verbrauchen, dann gibt es auch keinen Grund schneller fahren zu wollen oder zu müssen (wegen Termindruck u.a.). Wer dann den Kick der 200km/h oder mehr braucht, kann dies ja als Freizeitvergnügen machen - auf extra Strecken dafür. Würde den Verbrauch und die Unfallzahlen extrem senken.

Und dass das mit 90km/h funktioniert, haben die Amis ja über Jahrzehnte bewiesen (jetzt auch nicht mehr!). Dort gibt man Entfernungen auch immer in Stunden an, nämlich wie lang braucht man vom Punkt A zum Punkt B, wenn man 60Meilen pro Stunde fährt. Wobei sie aber extrem viel Sprit mit ihren riesen Schlitten verbraucht haben.
Guru sieht das anders... Es gibt Autos, die 200 und mehr fahren - und dies beileibe sicher. Es gibt Autobahnen in Deutschland, wo man dies auch (entsprechende Wetter, Verkehrs- und Sichtverhältnisse vorausgesetzt) tun darf. Gurus Firmenauto (ein Audi A6) braucht bei diesen Autobahnstrecken mit Tempo 200 zwischen 9 und max 11l/100km, also ein durchaus akzeptabler Verbrauch - da erlaubt sich Guru, kein schlechtes Gewissen haben zu müssen. In Österreich fährt Guru max Tempo 150 (bei 6 - 8 l /100km) - das ist zB auf der Westautobahn "im Verkehr" mitschwimmen, da wird Guru noch ziemlich oft überholt. Bezogen auf die Klimadiskussion ist es zugegeben sinnvoller, mit der Bahn zu fahren - auch dies macht Guru, zB Wien - Salzburg. Wesentlich angenehmer im Zug zu sitzen und nebenbei zu arbeiten. Aber dummerweise nützt die ganze Bahn nichts, wenn Guru zB von Wien nach Ried/Innkreis muss - da gibts eben keine vernünftigen Zugverbindungen. In solchen Fällen vereinbart Guru gleich ein paar Termine - zB. Ried, Nürnberg, Augsburg, München - und da gibts auch die deutsche Autobahn.

Zum Thema USA: Guru fuhr schon Ende der 70er Jahre in den USA auf diversen Straßen herum - Guru fuhr zumeist Kompaktwagen der Verleihklasse B (war damals sowas wie Ford Escort oder Opel Kadett bzw. dessen Chevrolet-Pendant). Dies hatte den Vorteil, wenn man reservierte und kein B-Auto war da, dass man ein größeres Auto ohne Aufpreis und sogar noch Spritgutscheine erhielt (und man bekam auch Parkplätze damit in den Städten). Selbst damals fuhr man schon mit Pickups mit 6 - 8l Hubraum durch die gegend, da der Sprit sich pro Gallone (ca. 3.5 l) bei etwa 45 Cent (waren damals etwa 5 - 6 Schilling) bewegte. So ein B-Wagen brauchte so 8 - 9 l/100km, ein "anständiger" GM-Pickup brachte so etwa 10 - 25 mpg (miles per gallon - umgerechnet etwa 10 - 25 l/100km). Daran hat sich erst mit der Erdölpreiserhöhung in den letzten Jahren etwas getan.
Zum Tempo in den USA: empirisch würde Guru sagen, dass etwa 90% der PKW-Autofahrer sich an die Speedlimits (damals 55 Meilen/h = 88 km/h) gehalten haben, die Trucks fuhren so an die 70 Meilen und manche Sportautos (vorwiegend Porsche) sich überhaupt an kein Limit hielten...
Also ein so großartiges Vorbild sind die Amis beileibe nicht - bestenfalls in der Freundlichkeit: in Chicago merkte einmal Guru erst sehr spät, dass die nächste Ausfahrt die richtige wäre - einmal blinken und sofort ließen die nachfolgenden Autos nach, Guru konnte so die Ausfahrt noch erreichen. In Österreich würde blinken bedeuten, dass sofort der Nebenmann die Lücke schließt

LG

Guru
Guru ist offline   Mit Zitat antworten