Hallo alfora,
meine praktischen Erfahrungen sind ja nun schon einige Jahre alt, aber ich glaube, dass sich nicht viel geändert hat.
Du hast einen Flugplan, der enthält die SID, die Route und die STAR.
Mit einer 172er fliegst Du sowieso langsam unterhalb der Airliner so zwischen FL50 und FL 100. Irgendwann meldest du dich mal bei der Anflugkontrolle. Die müssen dann zusehen, wie sie dich in der Abfolge der schnellen Jets mal dazwischenschieben. Das ist nicht so einfach, wenn man bedenkt, dass du mit nie mehr als mit IAS 110 daherkommst, die Jets aber immer so mit dem Doppelten. Du blockierst einfach zu lange den Endanflug, wenn du die STAR fliegst so wie veröffentlicht, auch wenn du auf dem Gleitpfad schon aus Höflichkeit und Rücksichtnahme die die max. zulässige IAS fliegst. Es dauert einfach zu lange, fliege doch mal eine STAR in München oder Frankfurt mit einer kleinen Cessna.
Der Radarlotse hat eigentlich keine andere Wahl als dich abseits der STAR in niedriger Höhe mit Radarvektoren auf einen kurzen ILS-Anflug zu führen (vielleicht ab dem OM)mit Bitte, auf dem ILS dann möglichst schnell zu fliegen.
Wenn es das Wetter zuläßt, kann man auch den IFR-Flugplan schließen und in die Warteschleife für die Sichtflieger einfliegen, dort aufmerksam den Funk verfolgen um im richtigen Moment an einer Stelle zu sein, aus der man unverzüglich landen kann.
Wenn die Leute im Tower merken, dass man mitdenkt, hat man echt bessere Karten.
Gruß!
Hans
|