Ich glaube nicht, daß ein Lehrer, der sich aus der Politik raushält, gefährdet wäre.
Gefährdet wären wohl eher diejenigen die sich diesbezüglich besonders engagieren.
Und das sind wohl auch eher die, wo der Verdacht der Protektion am größten ist.
Und gerade diese Leute sollten ja auch wieder entfernt werden, wenn es einen Machtwechsel gibt.
Ist doch nur gerecht wenn jemand der durch parteipolitisch Protektion einen Job bekommen hat, daß er genau diesen Posten dann durch parteipolitische Intervention auch wieder verliert ?
Ein konkretes Beispiel möchte ich auch bringen: Vielleicht reicht es, meine Sorgen nachzuvollziehen und nicht nur zu verdammnen was ich sage:
Mein Sohn geht derzeit in die Handelsakademie und hat dort einige Startschwierigkeiten.
Diese Probleme haben wir mit einem Schulpsychologen und auch einer Psychologin besprochen, die man natürlich aus eigener Tasche bezahlen muss.
(Wo kommen wir da hin, wenn jemand der jedes Monat Tausende von Euro Abgaben leistet auch mal einen Psychologen vom Staat bezahlt kommen würde

Und Gott bewahre, wenn das dann auch noch seine Kinder genießen dürften)
Der Schulpsychologe hatte dann sowieso keine Zeit, weil er musste sich gerade in der Zeit freinehmen, nachdem die Halbjahreszeugnisse ausgegeben wurden, wo naturgemäß die meisten Probleme mit Schülern entstehen !!!
Natürlich wieder mal einer der Beamten, schlagt mich jetzt dafür.
Also jedenfalls habe ich selbstverständlich sofort einen Termin bei der Psychologin bekommen, die selbstverständlich nicht vom Staat bezahlt wird, sondern privat finanziert ist.
Die hat mir dann nach eingehenden Gesprächen erklärt, daß das sowieso allgemein bekannt ist, daß das Niveau seiner ehemaligen Hauptschule sehr niedrig ist.
Und sie bekommt sehr viele intelligente Kinder rein, die beim Umstieg aus dieser Hauptschule sehr viele Probleme haben.
Übrigens wäre diese Hauptschule schon längst geschlossen worden, wenn sich nicht ein bestimmter Politiker dafür einsetzen würde, das nur ja keine Schulen geschlossen werden.
Danke !
Und man darf gar nicht auf eine andere Hauptschule gehen, wenn man nicht einen Meldezettel einer anderen Gemeinde vorweisen kann.
Wenn man sich das nicht betrugsweise beschafft hat, indem man zum Beispiel das Kind bei Verwandten in einer der anderen Schulorte nebenmeldet, hat man Pech gehabt.
Denn der Bürgermeister will ja "seine" Schule nicht verlieren.
Mittlerweile hat sich das Problem massiv gebessert.
Lösung:
Ich zahle jetzt 300 Euro monatlich (wieder aus eigener Tasche !!!) für Nachhilfe.
Und komischerweise gefällt es ihm dort auch viel besser als in der Handelsakademie die aus öffentlichen Geldern finanziert ist.
Meine Unterstellung:
Die dortigen Lehrkräfte kümmern sich viel mehr und viel ernsthafter um die Kinder und Jugendlichen, weil sie eben nicht fix angestellt sind.
Sie wissen genau, sie müssen für ihr Geld auch was leisten.
Und wenn jemand nichts leistet dann kommt jemand anders und das Problem ist gelöst.
Ist dieses System wirklich sooo schlecht und sooo ungerecht ?
Also ich zumindest finde das nicht.
Ich finde das fantastisch.
Ich finde es nur nicht in Ordnung, daß ich doppelt zahlen darf und das ich nicht mal was abschreiben kann von den ganzen Kosten.
Weil ich bin ja "reich" und generell zahlt man sowas sowieso aus der eigenen Tasche.
Das ich eine fünfköpfige Familie ernähren muss interessiert ja bei uns auch keinen Hund.
So stellt man sich halt schon so seine Fragen, warum man offensichtlich unfähige Lehrer nicht einfach austauschen kann oder offensichtlich allgemein bekannt schlechte Schulen nicht einfach schließen kann ?
Ich meine, das ist doch auch ein Versagen der betreffenden Lehrkräfte.
Warum kann man die nicht einfach nach Hause schicken und stattdessen auf "guten" Schulen neue Lehrkräfte einstellen ?
Was nützt es irgendjemand wenn wir derartige und von Profis anerkannt als schlecht beurteilte Schulen und Lehrer mit Gewalt über ihren Beamtenstatus im Beruf hält ?
Ich glaube es ist wohl die unterschiedliche Denkweise in privatem und öffentlichem Dienst, die zu unterschiedlichen "Beurteilungen" führt.
Ich habe mein Leben lang nur an Ergebnissen gearbeitet.
Bei mir ist es immer nur darum gegangen wie der "Output" war und wie zufrieden die KUNDEN !!! sind.
Leute aus dem öffentlichen Dienst, so habe zumindest ich den Eindruck, beschäftigen sich lieber mit sich selbst.
Und wie es ihnen selbst geht.
Ob man sich selbst abgesichert hat.
Denn was, außer persönlicher Befriedigung, bekommt einer der genannten Lehrer schon dafür, wenn er sich engagiert, und sich wirklich dafür interessiert, wie gut es den Schülern geht ?
Eingentlich kann ihm das ja alles egal sein, weil sein Gehalt und seine Pension bekommt er ja sowieso GARANTIERT.
Könnte das sein, oder ist das jetzt auch alles nicht wahr ?