Ich habe diese Gesetze nicht gemacht und bin auch nicht dafür verantwortlich! Ich wollte dir nur aufzeigen, dass du pauschalierst und übertreibst. Wie du selber sagst, es sind "nur" 10% strittig und davon sind es auch wiederum eher Einzelfälle - die zugegebenermaßen denjeniegen zerstören können. Aber das ist nicht die Regel, sondern die Ausnahme!
Klar sollte nicht der getrennt lebende Ehepartner 100% der Kosten für ein Kind übernehmen müssen. Aber mit 200€ kommst ja nicht weit.
Du forderst, der "Staat" soll seine soziale Pflicht wahrnehmen? Genau das tut er mit so einem Gesetz: er verhilft damit dem KIND (!!!) zu seinem Recht und nicht der Mutter (oder dem Vater). Bei allen Unterhaltsverfahren ist der jeweilige Elternteil nur Vertreter des Kindes. Daher kann man auch auf Alimente für das Kind nicht verzichten. Was viele Frauen offensichtlich gerne tun würden, damit sie den Kontakt zu den Kindern noch mehr untergraben könnnen. (Aber das ist eine andere Geschichte)
Oder meinst du etwa, der Staat soll die Zahlungen für den "armen" Vater übernehmen?
Dein Vergleich mit "lebenslänglich" ist mehr als zynisch! Ein Gewaltverbrechen mit der lebenslangen (!!) Verantwortung für ein Kind zu vergleichen, ist deiner nicht würdig.
So weit ich informiert bin, sind diese Gesetze historisch so gewachsen, weil es sich sehr viele Väter in der Vergangenheit sehr, sehr einfach gemacht hatten und nichts für ihre Kinder gezahlt haben. Und nochmal: es geht hier nicht um Geld für die Mutter! Es ist ein RECHT des KINDES auf Unterhalt: sei es in Form von Geld UND Anwesenheit bei aufrechter Beziehung. Oder nur in Form von Geld UND Besuchsrecht, wenn der Vater nicht mehr im gleichen Haushalt wohnt. Da geht es um Grundrechte, die vom Richtre abzuwägen sind. Wobei ich persönlich auch nichts davon halte, wenn es wirklich ums "vernichten" geht. Aber 20% für ein Kind oder 30% für zwei finde ich OK.
Wie hoch das Existenzminium im Moment ist, kann ich dir nicht sagen. Und ob man Alimente von der Steuer absetzen kann, bezweifel ich, denn du kannst ja die Kosten für die Kinder, die in deinem Haushalt leben, ja auch nicht abschreiben.
|