Zitat:
Original geschrieben von TeeKiller
Netti, ich glaub die Flexibilität von ein paar wenigen grossen Kassen würde weniger durch die Organisationsstruktur, als mehr durch die Arbeitsmentalität eines Großteils der Angestellten gesteuert...
Da liegt der Hund im öffentlichen Dienst und ähnlich organisierten od. nachgelagerten Organisationen imo begraben.
Und die Dichte der Kassen in AT ist lächerlich und verschlingt dennoch mehr Geld als nötig.
Was eine Reduzierung der IST-Situation betrifft gebe ich dir in dem Punkt recht, dass dies scheitern würde. Denn das liegt an der Mentalität der jetzigen Mitarbeiter, imo ein Großteil derer würde mit ihrer Einstellung einen produktiven Betrieb einfach vereiteln und die ganze Sache zum Scheitern bringen.
Ahhh, ich wünsche mir sooft, Leute mit solcher Einstellung unter mir arbeiten zu lassen *schnalz*
Wenn man aus der Privatwirtschaft kommt (wo's bezügl. Leistungsdruck zwar auch nicht richtig zugeht, aber imo besser als für Steuergelder auf der faulen Haut zu liegen), dann tun diese Leute einfach nur weh
Und verteidigt wird (unter der Hand) bei all diesen Diskussionen (ich red nicht von dir) einzig der Arbeitsplatz und nicht eine mögl. Verschlechterung der Serviceleistung.
Die mit solchen Überlegungen einhergehenden Probleme sind ja vielschichtig, denn der Staat könnte die Org sehr wohl straffen, doch was macht man dann mit der Unzahl von Arbeitslosen - und das ist nur ein Aspekt...
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ich kann nicht für alle mitarbeiter aller sv-träger sprechen - jedoch kenne ich extrem viele, deren bemühungen um eine gute service-leistung weit über diverse mitarbeiter in privatunternehmen geht - der "sichere" arbeitsplatz hat auch vorteile, indem hochqualifiziertes personal (ja, natürlich gibt es auch in der sv, wie überall, die ausnahmen und schwarze schafe) weiterhin für den betrieb arbeitet ...
ich will jetzt die privat-wirtschaft nicht schlecht machen, stelle jedoch immer wieder fest, dass älteres hochqualifiziertes personal einfach aus kostengründen wegrationalisiert oder weg-gemobbt wird ... diese leute haben es meist verdammt schwer wieder am arbeitsmarkt fuß zu fassen - oft ist das der weg direkt von der altersbedingten langzeitarbeitslosig direkt in die frühpension ...
um zum eigentlichen thema zurückzukommen: nicht die zahl des personals verursacht die enormen kosten in der sozialversicherung sondern die leistungen, die erbracht werden!
die verwaltungskosten machen 2005 insgesamt weniger als 2 % der aufwändungen aus (2,9 % KV, 1,7 % PV, 7,2 % UV) -
Quelle - das soll irgendein unternehmen erst einmal nachmachen ...
und auf die gefahr mich zu wiederholen: es besteht die tendenz des bundes vermehrt aufgaben an die sozialversicherung zu übertragen und somit die entstehenden aufwände aus dem bundesbudget zu eliminieren - die sozialversicherung übernimmt diese aufgaben tw. durchaus gerne - leider gibt es aber seitens des bundes nur wenig bis gar keine abgeltung des entstehenden verwaltungsaufwandes (zuletzt übergabe des bundespensionsamtes an die bva pers 1.1.2007) ...
eine gewisse verschlankung wäre sicherlich durchaus möglich, und wird auch - mit allen nebenwirkungen -durchgeführt (fusion pvang mit pvarb, fusion der va der eisenbahner mit jener des bergbaus) ... manchmal wird aber auch aufgrund zu großer unterschiede richtigerweise gebremst (sva mit svb) ...