du verwechselst da was: in dem Artikel steht, daß Biodiesel eh "gut" ist, verurteilt werden die Pflanzenölfahrer: mit reinem, unbehandelten Pflanzenöl kann man nämlich auch fahren, der Preis liegt bei der Hälfte dessen, was der Diesel an der Tanksäule kostet, weil er nicht mit der Mineralölsteuer belastet ist und zudem auch nur 10 % Ust anfallen (=Lebensmittel) im Gegensatz zu 20 % beim Treibstoff.
Vorrausstzung für die Verwendung von Pflanzenöl sind allerdings diverse Motorumbauten (z.B. Treibstoffvorwärmung) und das ganze geht natürlich auf eigenes Risiko (es sind schon einige Motoren durch PÖL verstorben), daher wird das sicher kein Massenphänomen.
Was mich in dem Artikel gestört hat: "Biodiesel aus synthetischen Raps" - synthetischen Raps gibt es nicht, was soll das sein? Raps wird auf Feldern angebaut und geerntet, das muß nicht in Labors synthetisiert werden. Synthetische Kraftstoffe gibt es allerdings schon, z. B. Sunfuel aus Biomasse.
Biodiesel ist übrigens nicht BIO - der wird aus Rapsöl aus konventioneller Erzeugung gewonnen oder aus Fettabfällen, wie z.B. Fritteröl.
Und ja, die Mineralölfirmen haben Umsatzausfälle durch PÖLtanker, wird am Gesamtmarkt gesehen zwar nicht viel sein, aber: jeder Floh beißt.
Und: sicher ist Biodiesel viel zu teuer, weil der Staat damit nicht so gigantische Summen wie bei den fossilen Kraftsoffen abschöpfen kann (Mineralölsteuer) - trotzdem wird Biomasse durch den geschlossenen CO2 Kreislauf zunehmend attraktiver werden.
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