Ich würde es mal so sagen: es hängt davon ab, wen du fragst: Segelflieger, Privatpiloten, Verkehrspiloten etc...
Bei Piloten, die für eine Fluggesellschaft fliegen, sollte der Fall klar sein. Praktisch jede Fluggesellschaft hat einen ganzen Schwung von "Standard Operating Procedures" (SOPs). Da man praktisch nie im gleichen Team fliegt, muß man in jeder Situation immer genau wissen, was das andere Crewmember in der gleichen Situation tun würde. Insofern es ist essentiell das sich hier jeder Pilot (innerhalb einer Fluggesellschaft) gleich verhält und an die SOPs hält.
Die SOPs können sich natürlich bei verschiedenen Fluggesellschaften drastisch unterscheiden. British Airways hat zum Beispiel höchst amüsante (aber bewährte) Konzepte bzgl. "pilot flying" (PF) und "pilot non flying" (PNF). KLM hat ausführliche Checklisten (zumindest in der 7474-400) wo praktisch jeder Schalter gecheckt wird. Die von Lufthansa für den gleichen Flieger sind er minimalistisch.
Ein Beispiel: Lufthansas Philosophie ist ein stilles Cockpit. Das trifft insbes. beim Start zu. Wenn ich nicht irre, gibt es außer "80" und "go" keine weiteren Ausrufe beim Take-Off. Wenn ein Pilot irgendetwas ausrufen würde, egal was, der PF würde den Start abbrechen. Northwest oder KLM haben dagegen viel mehr Ausrufe. Man kann einen KLM und einen LH-Piloten nicht zusammensetzen. Der KLM-Mensch würde Ausrufe machen, die der LH-Pilot nicht kennt und erst mal den Start abbrechen...
Es lebe die Standardisierung!

Makes flying save...
Markus