Meine Meinung: die G'fraster der Musik- und Filmindustrie hat die CD (später die DVD) nur deswegen in's Leben gerufen, weil damit die Herstellung der Ton-/Bildträger billiger wurde. Eine Vinyll-Platte herzustellen ist eben deutlich kostenintensiver als eine CD und ein Videoband bespielen ist auch ein Vielfaches teurer als eine DVD. Begleitend wurden damals die CDs und später die DVDs
teurer verkauft als die alten Ton-/Bildträger. Fadenscheinig haben die uns eingeredet, dass die Qualität dadurch besser ist, was vielleicht auch stimmen mag (bei den CDs ist man da geteilter Ansicht).
Jetzt, wo die Konsumenten das Rüstzeug haben, diese Ton-/Bildträger sozusagen gratis in gleichbleibender Qualität (und nur darum geht's eigentlich) zu duplizieren, haben die Verwerter ein Problem: das Geld sprudelt nimmer so stark wie früher.
So gesehen kann ich deren Verhalten naturgemäß verstehen. Dennoch bin ich der Meinung, dass das nicht gerechtfertigt ist, was die Burschen dort treiben. Einerseits beispielsweise Geld für Rohlinge kassieren und dann das Kopieren verhindern, ist ärger als die seinerzeitige Wegelagerer-Methode.
Ich bin bereit, gute Qualität zu einem vernünftigen Preis zu kaufen. Aber 15 bis 20 Euro für eine herkömmliche CD zu löhnen, die in der Herstellung vermutlich nicht mal 10% kostet? Nee, auf diese Weise gewinnen die wohl keinen Kunden zurück. Und je mehr die Leute dort auf die kleinen Leute hinhaken, umso größer wird der Teil der Bevölkerung sein, die deren Produkte nicht mehr kauft.
Und das ist gut so!