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Alt 08.07.2001, 08:49   #19
kikakater
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So schauts aber aus, wer Programmieren für die Freizeitgestaltung überlegt, dem sei wärmsten Herzens ein Atari ST Emulator empfohlen sowie das wirklich friktionslose GFABasic (mit einklappbaren Prozeduren (=Unterprogrammen) mittels (Atari-)Help-Taste btw, muss ma halt sich anschaun, wie die Taste beim PC - im Emulator - umgemappt ist) oder das Omikron Basic, das aber nicht soviel taugt von der Einfachheit her wie GFABasic, Cobol Compiler für den PC gibt es auch, einzig Visual Basic ist nicht zu empfehlen (für den Anfänger auch nicht). Da bekommt man erst graue Haare davon, es ist ein gedankliches Festlegen, daß so das Programmieren aussieht. Visual Basic ist meiner Meinung nach ein, zwei, drei Schritte in die falsche Richtung.

Für die, die genauso wie mit GFABasic oder dergleichen ihren 'Spaß' haben wollen empfehle ich durchaus LCC32 ( gibts in der Softwaresektion hier (... im Forum) ), daß es Hinführung zu professioneller Programmierung ist ... , ... sicher. Meine Ratschläge sollen ja das ganze Spektrum abdecken, und vor allen Dingen Fehler vermeiden helfen. 10 Jahre ist ein Zeithorizont, wer sich fürs Programmieren interessiert kann sicher damit leben, wer es als Hobby betreibt, für den reichen nicht mal 20 Jahre aus, erst bei ernsthafterer Beschäftigung mit dem Programmieren kommen die Fortschritte. Was heutzutage an Programmen abgeliefert wird kann gut und gern den Titel 'Wald- und Wiesen-' Programme tragen.

Hast Du eigentlich je bedacht, daß ein Programmierer bis zu 60% seiner endogenen Energien (Brennwert, Kalorien sind gemeint) und dabei (parallel wie zusätzlich) ein großes Quantum an B-Vitaminen für die Denkarbeit verbraucht.

Wie gesagt RAD-Systeme sind das Mittel der Wahl, dann kommen die grauen Haare auch später oder der Haarausfall ... jedenfalls ist die Software heute sträflich leichtsinnig programmiert, deswegen auch C++ und Java mit ihren Garbage-Collections (Speicher wird aufgeräumt) und Exception Handling Routinen, die man dazuprogrammieren kann in seinem eigenen Code (Ausnahme- bzw. Fehlerbehandlung zum Beispiel bei Verweis auf die Speicheradresse 0 oder beim Öffnen von nicht existenten Dateien, keine Socketeröffnung etc.)

Nun zum eigentlichen Teil der Beantwortung:

Die 10 Jahre kann man wie gesagt locker verkürzen, indem man jemanden hat, der einem das Programmieren intensiv und adequat anleitet, dann ist ein Zeithorizont von 2 Jahren durchaus realistisch.

Die Östereicher sind was Wissen und dessen Umsetzung betrifft ... nicht sehr professionell, es geht weder um das Spöttern, wie es in unserem Land wirklich gang und gäbe ist, noch um Neiderfahrung des Betroffenen (der Neider) und des darauf Projezierten (der Beneidete) - eine Ursache für das Spöttern, das Beneiden - sondern es geht doch in Wahrheit um das Kennenlernen von Sichtweisen, dem eigentlichen Lernen und dem Verstehen von Wesenprinzipien.

Wie ist es in Harvard, in Yale, am M.I.T., dort wird sowohl Ethik wie auch auch profundes Wissen geboten zu einem entsprechenden Preis an Studiengebühren. Der Professor wie der Student ist determiniert. Das erfordert einen Überbau, wahrscheinlich ist ein gutes Elternhaus Grundvoraussetzung, aber das Talent und das Interesse in seiner ureigensten Form kommt vom Wissen wollenden.

Man sieht es heute schon, daß Pflichtschulabgänger sehr unzufrieden sind mit ihrer Situation, beruflich und privat dann ebenso, die Wissensvermittlung lohnt sich nur in Verinnerlichung mit Ethik, dem Respektieren, Verstehen und Helfen des Befähigten dem Schwachen gegenüber. Einerseits geht es um das Helfen, um dem 'Nächsten' das selbstständiger werden zu ermöglichen, andrerseits um das Akzeptieren, daß manche nicht mithalten können und genauso Menschen sind.

Soviel zum Programmieren und daß es gar so kompliziert sei, ist es dezidiert nicht, ein Lehrer und das eigene Interesse vorausgesetzt, ein Angebot von mir ? Vielleicht.

Ich konnte es erst, weil ich mich interessiert habe und eine führende Rolle spielen will, auch heute lerne ich vieles täglich dazu, wo glaubst Du kommt das Wirtschaftswachstum her, vom Dahindümpeln, auch ein Ausgebildeter lernt ständig dazu wie auch um. Auch hobbymäßig gibt es Zirkel wie Computerclubs ...

Ein Ausgebildeter kann das Alphabet, Hobbymenschen kommen naturgemäß ins Stottern, wenn es ein wenig anspruchsvoller wird - eine Zustandbeschreibung, kein Zunahetreten. Jede Tätigkeit hält schwieriges bereit, es anders zu sehen und sehen zu können ist gemeinsame Aufgabe Lehrer - Schüler, ohne Lehrer wenig bis keine Chance, außer bei extremem Talent und Begabung, es geht aber um mehr als das, warum treffen sich beispielsweise Herzchirurgen zu Kongreßen und Tagungen, warum holen sich Firmen Coaches, Trainees und Unternehmensberater ins Haus. Der eigentlich Wissende ist der, der kommuniziert um sein Wissen zu teilen, in beide Richtungen.
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