Zitat:
Original geschrieben von Alladin
Andreas, wer jeden Tag ein Schnäpschen trinkt, wird wohl nicht abhängig werden. Wer jeden Tag eine Feierabendzigarette raucht, wird wohl auch nicht an Lungenkrebs sterben. Die Menge ist bei beiden entscheidend.
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Natürlich wirkt der Konsum einer größeren Menge von Giftstoffen sich in der Regel auch stärker auf die Gesundheit aus als der Konsum einer geringeren Menge. Das ist ja nun eine Binsenweisheit. Tatsächlich kann aber auch der Konsum einer einzigen Zigarette täglich über einen längeren Zeitraum Krebs verursachen.
Die Diskussionen zum Thema sind eigentlich müßig. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass es sich nicht lohnt darüber mit (Noch-)Rauchern zu diskutieren. Im Grunde ist es doch ganz einfach: Rauchen verursacht Krebs und andere furchtbare Krankheiten wie z. B. die chronische Raucher-Bronchitis, die das Leben im Alter zur Qual macht. Nikotin macht aber leider auch so abhängig wie kaum ein anderer Suchtstoff. Dies ist in der Regel der Grund dafür, warum man als Raucher seine Sucht so vehement verteidigt.
Als Exraucher kann ich sagen: Mir hatte das Rauchen nach ca. 10 Jahren Abhängigkeit schon lange keine Freude mehr bereitet und ich bemerkte auch schon deutliche gesundheitliche Folgen (Wohlbefinden, Kondition etc.) Davon loszukommen war unglaublich schwer, trotz des vorhandenen Willens. Alle Raucher, die sagen, dass es Ihnen schwer fällt auf die Zigarette zu verzichten, haben mein volles Verständnis.
Nicht verstehen kann ich die irrationalen Glorifizierungen des Rauchens oder manch flotten Spruch in Richtung Nichtraucher. Aber das kenne ich zu Genüge, auch aus dem familiären Umfeld. Es hat wohl viel mit Verdrängung und der Angst vor dem Eingestehen der eigenen Abhängigkeit zu tun. Ich war noch nie einer der wenig beliebten missionarischer Exraucher, aber das Ausmaß an Irrationalität und fehlender Selbstkritik mancher Raucher kann ich nur schwer nachvollziehen. Rauchen kostet viel Geld und bringt Krankheit, oft auch den Tod - da gibt es wohl nichts zu beschönigen, seien wir ehrlich.
Andreas