Wenn jemand statt 130 km/h ungefähr 150-160 km/h fährt, dann ist das nicht sonderlich ungewöhnlich, damit rechnet man auf Österreichs Autobahnen. Zwischen 160 km/h und 200 km/h ist aber dann doch ein gehöriger Unterschied.
Zu Unfällen kommt es in den meisten Fällen durch eine Kombination mehrerer Faktoren. Sei es den Witterungsverhältnissen unangepaßtes Fahren, das Drängeln und Knappauffahren oder aber auch die Unachtsamkeit anderer Verkehrsteilnehmer - bis hin zur maßlosen Selbstüberschätzung und Unvermögen.
Vielleicht gibt es genau bei diesen Faktoren eine höhere Disziplin auf den Autobahnen Deutschlands, die die mir unbekannten Unfallstatistiken trotz der Hochgeschwindikgeitsbereiche auf Deutschlands Autobahnen positiv aussehen lassen.
Nichtsdestotrotz ist es glaube ich unbestritten, dass die Chance zur Unfallvermeidung bei 130 km/h weit höher ist, als bei 200 km/h oder darüber hinaus.
Gerade in Österreich, wo die 130 km/h +- seit längerer Zeit auf den Autobahnen gelten sind Ausreißer sehr ungewöhnlich und scheren aus dem normalen Verkehrsfluß aus und bergen daher ein höheres Risiko als in D, wo jeder Verkehrsteilnehmer auf bestimmten Strecken aktiv damit rechnet, dass Autofahrer glauben, 200+ preschen zu müssen.
Für mich stellt sich grundlegend die Frage, welche Sinnhaftigkeit es hat, sich mit 200 km/h auf öffentlichen Straßen bewegen zu müssen. Eine Geschwindigkeit, die kaum mehr Fehler verzeiht, wo jede ruckartige Lenkbewegung zu einem Desaster führt, wo die physikalischen Kräfte ungleich höher sind, als bei 130 km/h.
Also nochmal, keiner regt sich über 160 km/h wirklich auf, aber 200 km/h in Kombination mit FotD, dem das ja nicht das erste Mal passiert (und nicht nur auf Schnellstraßen oder Autobahnen), ist halt eine Mischung, die zum Emotionalisieren verleitet.
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