Hallo Christian,
Zitat:
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Denn wer fliegt schon (zumindest in der echten Fliegerei) mit der Meterangabe. Und wer tankt schon in Gallonen/Pfund (außer vielleicht in England), doch Liter/Kilogramm ist meines Wissens nach weltweit verbreitet, genause wie Fuß.
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In Metern (Flughöhe) fliegt man z. B. in der ehemaligen Sovietunion. Und in der deutschen Segelfliegerei!
Und in Gallonen/Pfund fliegt man in der gesamten englischen und amerikanischen Welt.
Und Liter und Kilogramm und Grad Celsius sind noch lange nicht weltweit verbreitet. Die Kanadier rechnen seit einiger Zeit metrisch, aber der Rest der westlichen Welt ist noch ein ganzes Stück davon entfernt!
In der internationalen Fliegerei geht alles noch mächtig durcheinander:
Entfernungen zwischen zwei Punkten auf der (Flieger-)Erde werden in Nautischen Meilen angegeben. Sichtweiten (in Wetterberichten) werden z.B. in Europa in Kilometern, in USA aber nicht etwa in Nautischen, sondern in Statute Miles angegeben. Usw. usw.
Richtig interessant wird es, wenn man wissen will, wieviel man denn soeben getankt hat. Ist ja nicht gerade unwichtig, wenn man nachhause will. Man braucht z.B. 48.000 kg im Tank, hatte bei Tankbeginn noch 7.000kg im Tank und hat insgesamt laut Tankwagenanzeige 10.890 Gallonen nachgefüllt. US-Gallonen oder Imperial Gallons? Au backe! Ausserdem hatte der Tankwagen schon stundenlang in der karibischen Sonne gestanden und die Suppe hatte wohl eine Temperatur von 84 Grad Fahrenheit. Der Energiegehalt dieser "Suppe" berechnet sich aber nach Gewicht. Und genau das zeigt die Tankuhr des Tankwagens nicht an. Wenn ich mit mindestens vier Tonnen Sprit im Tank zuhause ankommen will, entspricht diese Menge etwa 10 % der Abflugmenge. Ist die flugzeugeigene Tankanzeige genau genug oder sollte man sich etwa Gedanken machen über die nachgefüllte Volumenmenge bei der vorgefundenen Temperatur?
Man kommt um ein bisschen Rechnerei nicht herum und sollte nichts als "weltweit" anerkannt oder gebräuchlich voraussetzen.
Happy landings!
HP