Hallo Hummel,
> Mit 2 VOR´s kann man z.B. seine derzeitige Lage
> bestimmen, mit 2 ADF´s nicht.
warum soll das nicht gehen? Ein QDR bzw. QDM (also eine Standlinie bzw. ein Radial) kann ich sowohl mit einem VOR als auch mit einem ADF bestimmen. Die richtige Frage lautet, welche von den beiden Methoden genauer ist. Bei einem VOR würde ich mal +/- 4° Genauigkeit rechnen, bei einem ADF unter widrigen Umständen schon mal mit +/- 10°.
Daß es durchaus Intersections gibt, die während eines IFR-Fluges mit zwei ADF bestimmt werden können, das zeigt z.B. das Fix "NISTE" südlich von Frankfurt. Nehmen wir an, wird sind auf der G104 outbound von König KNG NDB unterwegs Richtung Westen. Nehmen wir an, unser DME is kaputt und wir können NISTE nicht mit Hilfe von RID bestimmen. Dann könnten wir z.B. mit dem zweitem ADF eine Kreuzpeilung auf Neckar NKR NDB machen. Ein QDR von 355° definiert NISTE. Nicht genau, sollte aber erlaubt sein.
(Laut Jeppesen sollte MODAU (auch auf der G104 ähnlich definiert sein. QDR 009° von NKR. Nur für den Fall, daß du keine Karte mit dem neuen Fix NISTE hast.)
Auf besagten Seestrecken in der Karibik sind zwei ADF oft die einzige Möglichkeit (wenn kein GPS vorhanden), die Position zu bestimmen.
> Diese Geräte dienen allerdings auch fast schon
> zum alten Eisen, da sich mitlerweile GPS doch
> mehr und mehr durchsetzt und viel genauer
> arbeitet.
...wobei man DME-DME-Flächennavigation auch nicht vergessen sollte. Nach GPS das genauest Navigationssystem - immer auf 182m genau. Nur leider nur dort, wo es auch genügend DMEs gibt.
Markus
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