wer nicht Bilanzen lesen will (kann) hier eine kurz etwas zu UPC:
UPC ist gegliedert in UPCtv (digitales Fernsehen, wird am 1.7. in betrieb gehen), Priority Telecom und CHELLO BROADBAND.
Zusätzlich gibt es Landesorganisationen, die im Franchise System aufgebaut sind. (Niederlande, Österreich, Belgien)
also eine divisionale Unternehmensgliederung
erste ebene:
Konzern, Upctv, Priority, Chello Broadband
zweite ebene:
die landesorganisationen
Chello Broadband stellt den Landesorganisationen die Internetleitungen zur verfügung und erhält dafür von den, die Franchisenehmer sind, einen Teil der Chellogebühr
Die Landesorganisationen erhalten von den Kunden Erlöse aus:
Kabelfernsehen, Telefon, Internet
für unseren Fall ist jetzt nur das Internet interesannt:
so gibt es in Österreich zum Stand 31.3.2001
112200 Private Chellokunden und 1700 Business Chellokunden
im Vergleich zum Vorjahr (31.3.2000)
54,500 private und 1,300 Businesskunden
somit ist chello ordentlich in Österreich gewachsen:
die Einkünfte aus den Anschlussgebühren sind:
11 066 000 Mill Euro also 152,3 Mill. Schilling
pro Kunden sind dies 334 ATS / Monat umgerechnet
den rest der gebühr zweigt sich CHELLO BROADBAND ab.
was mir auffällt: von allen Landesorganisationen arbeitet im Telefon und Internetbereich nur Österreich! operativ profitabel, die Niederlande haben zwar Einkünfte von 15 469 000 Mill Euro, ahebn aber einen operativen verlust von sage und schreibe 4 346 000 Mill Euro! ( Österreich hat einen operativen Gewinn von 2 356 000 Mill Euro)
also ist es um Telekabel nicht schlecht bestellt, in den Niederlanden hingegen stimmt etwas nicht.
weiters: die absolute Chello Cash Cow ist natürlich das Fernsehen, hier arbeiten alle Landesorganisationen höchst profitabel
jetzt kommt aber der springende Punkt wo Chello ansetzen will:
die Landesorganisationen zahlen keine Leitungsgebühren für das Internet, dies macht Chello Broadband.
diese haben wegen den Franchisezahlungen zwar Einkünfte von 13 209 000 Mill Euro, aber einen ioperativen Verlust von sage und schreibe 20 197 000 Mill Euro im letzten Quartal.
Wer jetzt noch behaupten will, chello arbeitet im Internet profitabel ....
Chello kann sich den tradeoff nur leisten weil sie die cash cow Fernsehen im Rücken hat
-> ein Unternehmen, welches nur auf den Internetzugang aufbaut, geht früher oder später Pleite.
wichtig ist ein anderes Unternehmensstandbein (TA : Handy, Chello : Fernsehen)
ist jetzt endlich jemandem ein Licht aufgegangen? nichts ist umsonst im Leben ........
deshalb sind auch spekulationen über ein durchscnittsvolumen hinfällig: diese Sache wird im Headquater zusammen mit den Jungs von Chello Broadband entschieden, die Landesorganisationen haben nur ein kleines Mitspracherecht (müssen die Landestypischen Gegebenheiten schildern wie Konkurrenz zu AON)
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