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Original geschrieben von Tarjan
Nun der Beitrag der Frau den du Vorschlägst (unbezahlte Hausarbeit etc.) kerkert sicher die Frau wieder an den Mann. Nur Frage ich mich, ob so eine Beziehung noch eine Beziehung ist. Das Erinnert einen an den Krieg im eigenen Heim, und ist da eine Trennung nicht vorzuziehen. Und wenn in einer Beziehung (ich rede hier absichtlich von Beziehung, da ich dies nicht automatisch gleich mit Ehe gleichsetzte) einmal Friedhofstille eingekehrt ist, nundann ist man vom Friedhof auch nicht mehr weit entfernt. Eine Partnerschaft wirklich am Leben zu erhalten braucht halt jede Menge an Energie. Und ich rede hier auch aus Erfahrung, denn das ganze schreibt sich zwar recht leicht, aber die Umsetztung in die Praxis ist schwerer als man denkt.
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Was soll das ? Jede Beziehung, in der die Hausarbeit gemacht wird, ist gleichzusetzen mit Unfrieden oder mit Friedhofsstille ?, je nach dem, ob gerade rebelliert oder resigniert wird, gibt es nicht auch DEN Weg, daß der der mehr kann, mehr macht, der Mann im Beruf, die Frau im Haushalt - ist der Regelfall und nicht zu verurteilen oder zu verunglimpfen. Daß Haushaltsarbeit nie ein Problem für mich persönlich war, das will ich hier auch sagen, es scheint so zu sein, als daß diejenigen, die Defizite dabei haben, zum Lehrmeister über andere werden. Ich denke, daß es von der Macht, die uns geschaffen hat, Gott, so angelegt wurde, daß der weibliche Teil des Menschenbildes helfend mitwirkt bei der Haushaltsführung, das kann ja nicht umfunktioniert werden in aberwitzige Behauptungen, die Frau muß letztendlich der bestimmende Teil sein, und es ist an der Zeit ihr argumentativ nachzufolgen. Dies ist eine Einrichtung der Partnerschaft und zwar auf Basis der persönlichen Möglichkeiten und des ehrlichen Wollens, dann hat umhergreifender Zynismus keine Chance auf gedeihlichen Boden zu fallen. Wann wird es verstanden, daß ein Gegeneinander Mann-Mann Frau-Mann Frau-Frau zu nichts als Armut führt, es wurde so angelegt, daß Mann und Frau eine Rolle spielen im menschlichen Existenzgeschehen und diese Rolle umzudefinieren oder umzudeuten bedeutet den Verlust von Reichtum. Wenn ich als Mann in der Lage bin, den Haushalt zu führen, brauche ich keine Frau dazu, als Bettgefährtin ist mir das ganze Theater von Beziehung und dergleichen zu dumm, im Sinn von nicht lebensentsprechend, gefühlskalt und berechnend. Ein Führen des Haushalts durch die Frau wertet Mann und Frau wie Familienmitglieder entscheidend auf, Krankheit bedeutet ja nicht den Verzicht auf Haushaltsführung sondern nur deren Delegierung zu Zeiten der Schwäche. Ist es nicht unsere Aufgabe als Männer den Frauen starke Schulter zu sein und Kopf anstatt zu befinden, sich selbst abzuschaffen, als der nötige Halt den es gilt zu geben, da gehört auch Mithilfe im Haushalt dazu, sicher aber nicht die Übernahme der Haushaltsführung, weil es sonst keine Beziehung ist sondern Interessensgemeinschaft auf Zeit und nicht für die Ewigkeit angelegt, der Sinn des Lebens geht so gänzlich verloren. Das ist schon eine traurige Entwicklung heutzutage, dabei spreche ich nicht vom Verlassen werden in erster Linie, sondern vom Verlassen sein vor dem physischen Ende des Zusammenseins, aus Mangel an brennender, aufopferungsvoller Liebe. Das ist schon stark verloren gegangen, weil ein Meinungsnazismus umgeht, nur wer unglücklich aber frei ist, ist glücklich. Das ist grundfalsch.
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Ach ja, der Kommunismus ist eigentlich nicht am Neid gescheitert. Neid gibt es überall, auch in anderen Wirtschaftssystemen. Der Kommunismus scheiterte am fehlenden Leistungsgedanken. Wenn alle Leistung gleicht beurteilt wird, warum soll man dann noch mehr Leisten als Andere. Und natürlich an der Unvollkommenheit der Menschen, die das Gleichheitsprinzip dann natürlich für sich ausnützen.
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Der Kommunismus ist an der Gleichgültigkeit und bodenlosen Härte gescheitert, die unterschiedlichen Fähigkeiten nicht ebenso respektvoll gleichwertig zu behandeln, Fehlentwicklungen, die sich aus der - außerdem nur scheinbaren - Gleichmacherei ergeben und ergaben, zu begegnen und sie abzufangen und abzumildern, statt dessen wurde dumpf und hart sämtliche individuelle Eigenheit der Menschen übergangen. Um die Lüge aufrecht zu erhalten, mußte man durch das Wettrüsten, die eigenen Schwächen am System und im System übertünchen, der Feind war außen, innen war das Elend. Diese Mißstände wurden aber durch das über den Kamm scheren aller und jeder erweckt und gefördert, ein Nichts-Tun in menschlichen Belangen gleichsam. Die Welt braucht keinen Kommunismus und keinen Kapitalismus, auch keinen Humanismus und keine anderen -ismen, das sind Krücken lediglich um das Leid zu umgehen, es ist aber nicht aus der Welt zu schaffen, außer an ein Leben nach dem Tod zu glauben, in dem erst das Leid keinen Platz hat. Das Leben hier ist eine Brücke, ein verwundener Weg ins Paradies, mit allerlei Mühsal und Versuchungen, siehe die Diskussion um die Frau hier, und der Erkenntnis oder besser der Auffassung, daß Erkenntnis ohne Liebe rein gar nichts bringt, außer Armut, Verlegenheit, Wut, Verzweiflung, Anmaßung.
ff Kikakater