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Außerdem, wie wäre eine (Volks)Abstimmung in den übrigen Ländern ausgegangen?
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Glaubt man den Meinungsforschern, haben die Franzosen ja nicht unbedingt "non" zur Verfassung gesagt, sondern wollten in erster Linie ihrer Regierung eins auswischen. Bei einem europaweitem Referendum wäre die Ausgangslage eine völlig andere. Es wäre für den Wähler gefühlsmäßig klar: Hier geht es um Europa, denn ganz Europa stimmt gleichzeitig über die selbe Frage ab. Da kommt man weniger auf die Idee aus falschen Gründen mit nein zu stimmen. Wenn dann die Mehrheit der Europäer die Verfassung ablehnt, hat dieses Ergebnis Hand und Fuß und ist zu respektieren. (Keine Ahnung wie ein europaweites Referendum ausgegangen wäre, die Bevölkerung in den neuen Beitrittsländern ist wohl sehr viel EU-freundlicher). Jedenfalls bleibt nach der jetigen Pfusch-Lösung einfach der negative Eindruck, dass
.) zwei Länder das restliche Europa blockieren und
.) dass eine Menge Parlamente den Vertrag ratifiziert ohne die Bevölkerung zu befragen
Beides hat wenig mit meinem Demokratieverständnis zu tun.