Die "Leuchtfarbe" in alten Instrumenten *kann* radioaktiv sein, es ist ein Leuchtstoff (früher häufig Calciumsulfid), der mit einer geringen Menge eines passenden Radioisotops (früher häufig ein Thorium-Isotop) versetzt ist. Die Teilchen, die beim radioaktiven Zerfall freigesetzt werden, regen den Leuchtstoff an. Es sind meist nicht nur Alpha-Teilchen mit kurzer Reichweite, sondern auch Betas und Gammas.
Sowas gab's auch verbreitet in älteren Uhren mit Leuchtzifferblatt. Ich hab' sowas jahrelang getragen und fühle mich mit 62 heute noch sehr gesund - ok, das muss nicht mit der Wahrnehmung meiner Umgebung übereinstimmen!
Trotzdem: Vorsichtsmassnahmen können nichts schaden: Farbe nicht schlucken, Staub (wenn man daran herumkratzt) nicht einatmen, nach Anfassen der Farbe Hände gründlich abspülen, Teil nicht allzulange in der Hosentasche herumtragen (wegen der Nachkommenschaft).
Moderne Leuchtzifferblätter sind *nicht* radioaktiv, sie phosphoreszieren nur, geben also gespeichertes kurzwelligeres Licht langsam langwellig wieder frei.
Test: Alte aktive Leuchtfarbe erkennt man daran, dass sie auch nach vielen Stunden und Tagen, in denen sie dunkel aufbewahrt wurde, noch immer leuchtet. Moderne Phosphoreszenzfarbe leuchtet bestenfalls 6..10 Stunden nach, dann ist's duster. Noch besserer Test: Einfacher Geigerzähler reicht.
Also: Bei aktiver Leuchtfarbe keine Panik - aber natürlich auch kein übermässiger Leichsinn (Farbe *nicht* auf's Brot streuen oder zwecks Leucht-Tatoo auf die Haut applizieren

).
Viele Grüsse
Peter