Zur Versteuerung:
Klar daß viele Leute, die nicht darauf angewiesen sind schreien "BESTEUERN", und jene die Trinkgeld erhalten das Gegenteil wollen...
Es wird auch in der Branche absolut uneinheitlich bezahlt, wenn ich dran denk daß die depperten "Insider-Barkeeper" am Samstagabend ~7€/Std. Lohn + bis zu 100€ Trinkgeld und mehr pro Fr/Sa Nacht verdienen, dann könnte (vom Verdienst her gesehen) das ruhig voll besteuert werden, da das Gehalt in Summe wohl nicht schlecht ist.
Wenn ein(e) Kellner(in) bei einem Wirten, wo jede Woche locker 50-60 Stunden und mehr gearbeitet werden, dann 4,5€ Std.lohn + vielleicht 20-30€ Trinkgeld/Tag bekommt, dann wären das in Summe ~ 1600€/Monat - für eine Arbeitszeit von 264 Std. (~100 Üstd.) also ein absoluter Dreck. Und ich habe in der Verwandtschaft/Bekanntschaft mehrere Leute, die in den unterschiedl. Bereichen arbeiten (Taxifahrer, Kellner im Gastgewerbe etc.) um zu wissen, wie wichtig dieser zusätzl. Salär nach dem derzeitigen System/Lohngerüst ist. Und diese Gewerbe sind bei Gott nicht lustig (aufs Gastgew. bezogen).
Mein erster Nebenjob vor ca. 9 Jahren war Pizzamann Lieferant - Grundlohn 60 ATS/Std. + Trinkgeld. Erst da bemerkst Du, wie wichtig das ist - du bemühst dich, bist freundlich, erfüllst dem Kunden noch was weiß ich welchen Sonderwunsch und er gibt nichts her...
Hab damals nach ca. 6-7 Monaten aufgehört, als plötzlich ein allgemeiner Trinkgeldverfall stattgefunden hat und der Stundenlohn auf in Summe < 80-90ATS/Std. gefallen ist. Zu Beginn waren's eigentlich immer zw. 90 und 110ATS.
Ich wette, daß Jedermann der darauf angewiesen ist anders denken würde - auch Kane Guru.
Zudem finde ich die derzeitige Besteuerungsverordnung (Annahme von best. Durchschnittseinnahmen einer Branche soweit mir bekannt) absolut schwachsinnig - der eine bezahlt mehr als er müßte, der andere scheffelt wieder auf Kosten der weniger Erfolgreichen...
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mfg, TeeKiller
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