Knights of the Old Republic Bioware zwingt keinen zum Heldentum. Dank freier Gesinnungswahl kämpfen Sie als guter oder böser Jedi. Werbespot im Jedi-Radio: »Du willst nicht ständig gegen Zorn, Hass und aggressive Gefühle ankämpfen? Lass es doch raus! Javas niedermachen, Nervensägen per Würgegriff zum Schweigen bringen - kein Problem! Steig noch heute um auf die dunkle Seite! Die ersten 50 Bewerber erhalten ein limitiertes Doppel-Lichtschwert in einer Farbe ihrer Wahl!«
Das neueste Werk der kanadischen Baldur's Gate 2-Macher Bioware lockt mit einem ähnlich unmoralischen Angebot: Sie können sich einen Wunsch-Jedi zimmern und entscheiden sich im Verlauf des 3D-Rollenspiels für eine Gesinnung. Nie zuvor beeinflussten Entscheidungen die Handlung eines Spiels und den Ausgang der Geschichte so stark wie in Knights of the Old Republic. Wir haben die bereits fertige Xbox-Version ausgiebig gespielt. Für die PC-Fassung verspricht Bioware massig zusätzliche Quests sowie eine überarbeitete Steuerung. Keine Skywalkers Die Story von Knights of the Old Republic spielt etwa 4.000 Jahre vor den Star Wars-Filmen. Keine Spur von Imperium und Rebellen. Statt Darth Vader und dem Imperator knechten die bösen Sith die Galaxis und machen den guten Jedis der Alten Republik das Leben schwer. Angeführt vom fiesen Darth Malak, produzieren die Sith-Gesellen Kampfdroiden und Raumschiffe in rauen Mengen. Wir sollen vom Planeten Taris aus den Bösewicht aufhalten. Nach sechs der insgesamt rund 50 Spielstunden verlassen wir Taris Richtung Dantooine. Allerdings müssen wir, wie für Jung-Jedis üblich, dort erst mal als Polizist und Richter arbeiten, bevor es später im Spiel gegen Malak geht.
Vielseitiger Held Hinter den Abenteuern der Sternenkrieger steckt das Regelwerk der D&D-Rollenspiele. Daran angelehnt müssen wir gleich zu Beginn der Reise einen Helden erschaffen. Wir wählen aus den drei Klassen Soldat, Schurke oder Scout und können zudem ein wenig am Aussehen feilen. Danach zeigt sich der Rollenspiel-Kern von Knights of the Old Republic zum ersten Mal in voller Pracht: Wir dürfen sechs Grundwerte wie Stärke und Charisma manipulieren. Obendrein gibt's acht Fertigkeiten, etwa Computer-Knacken, Schleichen und Erste Hilfe.
Doch das ist noch nicht alles: Damit der Held sich komplett nach unseren Vorstellungen entwickelt, besitzt jeder Charakter so genannte Talente. Das sind beispielsweise Kampftechniken, die es ihm erlauben, zwei Waffen effektiv zu führen oder Gegner mit einem Salto-Hieb zu plätten. Auch geistige Fähigkeiten wie Überredungskunst oder schnellere Reflexe sind dabei. Genre-üblich verteilen wir beim Level-Aufstieg weitere Status- und Fertigkeitspunkte. Heller Jedi, dunkler Jedi Das herausragende Merkmal von Knights of the Old Republic ist die weitgehende Handlungsfreiheit: Ähnlich wie in GTA Vice City können wir selbst bestimmen, ob unser nächster Ausflug zur Kneipe oder zum Gebrauchtdroiden-Händler führt. Nur selten hat man das Gefühl, einer vorgegebenen Geschichte zu folgen. Das gilt erst recht in Gesprächen und Quests. So sollen wir etwa eine Familienfehde im Stil von Romeo und Julia schlichten. Abhängig von unserem Verhandlungsgeschick nimmt das Drama mehrere Enden: Entweder die Familien vertragen sich wieder, und alles wird gut. Oder aber die verliebten Kinder brennen durch und lassen ihre verfeindeten Väter zurück. Oder die hasserfüllten Papas ballern im Zorn zuerst die Kinder, dann sich selber nieder.
Je nach unserem Verhalten in solchen Situationen entwickelt sich der Held zur hellen oder dunklen Seite der Macht. Das hat gravierende Auswirkungen auf folgende Gespräche, angebotene Quests und nicht zuletzt unsere Machtfähigkeiten: Brave Jedis müssen etwa wesentlich mehr Punkte für die Würgegriff-Fertigkeit hinlegen als ihre finsteren Kollegen. Umgekehrt geben böse Jedis lausige Heiler ab.
Quelle: [Gamestar.de]
Mir persönlich hat es ausgezeichnet gefallen und kann es wirklich nur empfehlen. Warte schon auf Teil 2 mit gespannter Erwartung.
mfg
RobbiRo
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