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Alt 11.04.2001, 10:36   #6
Gandalf
Elite
 
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1. Wenn jemand mit einem dringenden Computerproblem anruft, sage ihm, Du
kommst gleich vorbei. Dann lehne Dich zurück und trink erst mal Kaffee. So
dringend wird es schon nicht sein.

2. Wenn Du den Computer von einem Zimmer ins andere tragst, bring nicht
alle nötigen Kabel mit und überprüfe die Funktion auch nicht . Es ist für
den User kein Problem, selbst alles durchzutesten und notfalls neu zu
konfigurieren. Ruft er Dich zur Hilfe, so sag ihm, Du hättest doch schon
alles Notwendige getan.

3. Wenn Du von einem User eine e-Mail mit höchster Dringlichkeit bekommst,
lösche sie sofort. Wahrscheinlich testet er/sie nur das Mailprogramm.

4. Wenn Du an einem fremden Arbeitsplatz den Computer reparierst,
verschiebe möglichst alle herumliegenden Dokumente und Mappen. Nimm
Scheren, Hefter und anderes Arbeitsgerät mit, der andere soll sich um die
Neuanschaffung kümmern.

5. Bring ruhig deinen Kaffee, dein Mittagessen und deine Zigarette mit,
wenn du in einem fremden Büro den Computer reparierst. Der User freut sich
über Bröseln und Kaffee in der Tastatur und Nichtraucher schätzen den Duft
einer Marlboro ganz besonders.

6. Wenn der User die Reparaturzeit dazu nutzt, etwas anderes zu erledigen,
stör ihn möglichst oft mit irgendwelchen sinnvollen Fragen wie: „Hast du
schon versucht, den Win2k-Server neu aufzusetzen und das NetBIOS neu zu
installieren?“

7. Wenn der User nicht weiss, was Win2k oder NETBios ist, rümpfe die Nase
und lasse ihn Deine totale Verachtung spüren. Jeder Philologie-Professor
muss solche Dinge wissen.

8. Komme _nie_ vor 11 Uhr in die Firma. Abgabetermine der Mitarbeiter sind
nicht dein Problem, und wenn der Server über Nacht abstürzt, liegt das
sicher an den Usern.

9. Wenn du einen Computer repariert hast, informiere bloss nicht den User.
Er wird schon irgendwann von selber draufkommen.

10. Wenn Du einem User Anweisungen über Telefon gibst, mach sie möglichst
unverständlich. Es muss doch jeder User wissen, wo der „IDE-Controller im
Gerätemanager“ zu finden ist.

11. Das Training für die nächste Version des Betriebssystems setze
möglichst zeitgleich mit den wichtigsten Abteilungsbesprechungen an. Den
Alternativtermin lege auf 8 Uhr abends. Jeder Mitarbeiter macht gerne
Überstunden, um Deinen Ausführungen zu lauschen.

12. Bereite niemals Unterlagen für das EDV-Training vor. Die User merken
sich das schon, vor allem, wenn du möglichst schnell und unverständlich
sprichst und möglichst viele Fachausdrücke ohne Erklärung verwendest.

13. Wenn der Drucker nicht drucken will, ist sicher der User schuld. Es
kann gar nicht an Deiner Netzwerk-Konfiguration liegen. Weise also den
User an, es wieder zu versuchen.

14. Bevor du irgendeinen Reparaturversuch unternimmst, rate zunächst
einmal zum Neustart. Wenn der User schon neu gestartet hat, soll er
nochmal neustarten. Das machst Du so lange, bis er einen anderen
Mitarbeiter des NT-Teams belästigt und Dich in Ruhe lässt.

15. Habe keine Hemmungen, auf Computern, die Dir zur Reparatur überlassen
wurden, Quake, Hexen oder Adäquates zu installieren. Auch Du brauchst mal
zwischendurch eine Pause, und sollte es der Chef entdecken, wird er den
Mitarbeiter verantwortlich machen, der normalerweise auf diesem Rechner
arbeitet.

16. Wenn ein Mitarbeiter etwas am Computer selbst repariert, beschimpfe
ihn, weil er nicht in das von Dir aufgesetzte System eingreifen darf. Wenn
ein Mitarbeiter Dich zu einer Reparatur ruft, beschimpfe ihn, dass er
diese Kleinigkeit doch wirklich wohl selbst erledigen könnte.

17. Wenn ein User Dir eine genaue Fehlerbeschreibung liefert und sich die
Fehlermeldungen notiert hast, lobe ihn oder bedanke Dich ja nicht. Das ist
ja wohl selbstverständlich!

18. Gehe immer davon aus, dass es Sicherungskopien der wichtigen Dateien
gibt, und frage nie nach, bevor du „format c:“ eingibst.

19. Verkabele den Computer am Arbeitsplatz des Users möglichst so, dass
man über das Stromkabel steigen muss, um an den Sitzplatz zu kommen, und
dass das Mauskabel sich regelmäßig so verhängt, dass 2 cm
Bewegungsspielraum bleiben.

20. Erkläre niemals, wie man Fehlermeldungen sichern kann. Beschimpfe
stattdessen den User, wenn er sie sich nicht auswendig gemerkt hat.

21. Wenn Du von einem Programm eine Nachricht mit dem Text: "Sind Sie
sicher", oder "Are you sure" erhältst, klick so schnell wie möglich auf
den "JA" oder "YES" - Button. Verdammt, wenn Du nicht sicher wärst,
würdest Du das ja nicht tun, oder?

22. Fühle Dich völlig frei Dinge zu sagen wie "Mich interessiert nicht,
welchen Dreck diese Firma produziert“. Es freut Deine Kollegen zu wissen,
dass ihre Arbeit geschätzt wird.

23. Wenn jemand mit dem Auswechseln eines Toners nicht zurecht kommt,
beschimpfe ihn als unfähigen Trottel und schrei ihn an: „Warum hast Du
mich nicht gleich gerufen!“

24. Wenn die Sekretärin anruft, weil der Computer des Abteilungsleiters
nicht funktioniert, versuch zunächst das Problem mit ihr zu klären. Sie
liebt es, über Probleme befragt zu werden, von denen sie keine Ahnung hat.

25. Sollte Punkt 24 wider Erwarten zu keiner Lösung des Problems führe,
lass Dich zum Chef verbinden und telefoniere eine Stunde mit ihm. Er hat
sicher nichts Besseres zu tun, als mit Dir seine Computerprobleme
durchzugehen. Komm ja nicht auf die Idee, zwei Stockwerke tiefer zu gehen
und Dir das Gerät selbst anzuschauen! Dafür bist zu viel zu schlecht
bezahlt.

26. Konfiguriere den Drucker so, dass er beim Ausdruck von mehr als zwei
Seiten zusammenbricht. Beschimpfe dann die Mitarbeiter, wenn sie mehr als
zwei Seiten auf einmal ausdrucken wollen.

27. Wenn Du am Samstag einen Mitarbeiter im Supermarkt triffst, frag nach,
wie die Fehlermeldung denn genau gelautet hätte. Es ist die Pflicht jedes
Mitarbeiters, die Fehlermeldungen seines Computers auswendig zu lernen und
jederzeit abrufbereit im Gedächtnis zu haben.

28. Es ist überhaupt kein Problem, wenn Du den Firmencomputer für private
Zwecke nutzt. Die Installation der illegale Kopie von Visual Basic 6.0
wird schon gut gehen. Wenn nicht, schieb die Schuld auf einen Mitarbeiter.



So das sind also die Antowerten.
Nicht schlagen ihr habts es so wollen
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Sex ohne Liebe ist besser als gar kein Sex.
(Hugh M. Hefner)
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