Hallo zusammen,
jetzt muß ich zu dieser Diskussion auch mal meinen Senf dazugeben.
Es ist so, daß ich auf meine Homepage nicht sehr ausführlich über diesen Vorfall geschrieben habe. Natürlich läßt diese Tatsache viel Freiraum für diverse Spekulationen. Daher hier einige Fakten:
1.) Dieser Thunderbird war nicht übertaktet
2.) Sämtliche Spannungen waren am Vorabend des Vorfalls im normalen Bereich
3.) Die Pumpe lief die ganze Nacht selbst bei kochendem Wasser noch (natürlich ohne Wirkung, da sich ja bei Kochendem Wasser Blasen bilden)
4.) Die Temperatur war so hoch, daß an der Mainboard-Unterseite einige Lötstellen aufgingen
5.) Diesen Testlauf mit der Wasserkühlung machte ich erst, nachdem von fünf gelieferten TB 1200, drei schon nach wenigen Sekunden zerstört waren, obwohl sie sicher ausreichen gekühlt worden sind (Coolermaster DP5-6H11-A1)
6.) Die Schuld für diese enorme Hitzeentwicklung kann nicht ausschließlich AMD gegeben werden, denn meiner Meinung nach dürften die Spannungsregler am Mainboard auch nicht so hohe Belastungen direkt an die CPU abgeben. Hier wurde durch den Boardhersteller (ABIT KT7a RAID)verabsäumt, ausreichende Sicherungsmaßnahmen einzubauen.
Was ganz genau abgelaufen ist, wird wahrscheinlich nur sehr schwer zu klären sein.
Das Ganze hat jedoch auch eine gute Seite:
Es ist in meinen Räumlichkeiten passiert und nicht bei einem Kunden, und ich bin froh, daß zu diesem Zeitpunkt eine Wasserkühlung im Einsatz war und nicht ein Luftkühler. Ich will gar nicht so genau wissen was dann hätte passieren können

Da noch immer kein Antwort von AMD auf diverse Anfragen per E-Mail von mir und von meinen Distributoren gekommen ist, und einige Großhändler auch schon von bis zu 50 Reklamationen pro Woche sprechen, werde ich den Thunderbird 1200 weiterhin nicht meine Kunden empfehlen. Da ist mir persönlich das Risiko zu groß und ich kann es auch nicht meinen Kunden gegenüber verantworten solche CPUs in Umlauf zu bringen oder in Systemen zu verarbeiten. Bitte habt dafür Verständnis.
Danke