anonymverfügung heißt, dass nicht gefragt wird WER gefahren ist, sondern automatisch die strafe an den fahrzeughalter geschickt wird ... somit wird auch keiner person ad personam die strafe zugeordnet ... es gibt aber auch keine möglichkeit zu beeinspruchen ...
erst wenn der fahrzeughalter die zahlungsfrist ablaufen läßt, wird im rahmen des ordentlichen verwaltungsstrafverfahrens eine lenkererhebung durchgeführt und es sind einspruchsmöglichkeiten vorgesehen ... bei abschluss des verfahrens wird dann der lenker persönlich mit dem delikt verbunden und der fahrzeughalter kommt ungeschoren davon (sofern nicht identisch) ... das kann oft ganz praktisch sein, wenn man schon viele vergehen begangen hat und einen wenigfahrer (bzw. unbescholtenen) vorschieben kann -> strafe niedriger

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AFAIK ist die strafe beim ordentlichen verfahren nur um max. 20 % höher ... zumindest wars vor einigen jahren so - das kann sich inzwischen aber auch geändert haben

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