Hallo Danny und alle,
in Deinem letzten Posting sprichst Du von einem Kurswechsel von 120 Grad. Das erscheint mir sehr, sehr viel zu sein, da stimmt wohl etwas mit dem Anflugverfahren nicht. Bei kleineren Kursänderungen, wie sie beim Anschneiden von Radials oder des Localizers üblich sind (normalerweise 30 Grad, max. 45 Grad), passt ein Angle of Lead von ca. 5 bis 10 Grad ganz gut, bezogen auf einen Endanflug von etwa 10 NM. Je schneller man fliegt, bzw. je näher man sich an der Station befindet auf die man sich bezieht, desto früher muss man beginnen einzukurven d.h., desto grösser muss der Angle of Lead sein. Da man sich üblicherweise mit der Manövergeschwindigkeit für eingefahrene Klappen (sog. Minimum Clean Speed, mit der auch Holdings geflogen werden) dem Endanflug nähert, so dass man beim Anschneiden des Gleitpfades eine Klappenstellung erreicht hat, die ein Hinuntergleiten im Leerlauf (ohne Geschwindigkeitsauf- oder -abbau) bis etwa zum Outer Marker ermöglicht, ist die Geschwindigkeit auf etwa 180 Kts als Maximum in etwa festgelegt. Langsamere Flugzeuge sollten weniger Probleme haben, im übrigen hat Alex mit dem Beobachten der Peilung zum Outer Marker einen hervorragenden Tipp gegeben!
In meiner Faustformelsammlung, herausgegeben von unserer "Vereinigung Cockpit", findet sich: Angle of Lead = 20 : time to station (in Minuten). Versuch´s mal damit, bin selbst leider durch ein brauchbares FMS verwöhnt.
Happy landings!
HP
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