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Veteran
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[?] Bei einigen Sektionen (z.B. 1199) sehe ich lauter „unknown“ und Fragezeichen. Warum ist das so?
[!] Bevor das Programm „AAM“ geschrieben wurde, haben gewisse Leute die Einflüsse von Änderungen der Einträge in der air-Datei auf das Flugverhalten hin untersucht.
Einträge, wo „unknown“ steht, wurden entweder nicht untersucht oder es war keine Wirkung bei Änderungen dieser Einträge zu identifizieren.
Einerseits denkt man, wenn es noch so viele unbekannte Einträge gibt, dann muss das Potential zum Erstellen guter Flugmodelle ja noch größer sein.
Andererseits: Einträge, deren Veränderungen keine nachzuvollziehenden Wirkungen mit sich bringen, können kaum wichtig sein.
Wohlgemerkt: Von Microsoft gibt es leider immer noch kein SDK für die air-Datei. Ich wüsste auch gerne, warum...
Ich denke jedoch, dass man mit all dem, was man bisher über die air-Datei herausgefunden hat, sehr viel an seinem Flugmodell machen kann, vorausgesetzt, man nutzt die gegebenen Parameter zum Editieren.
[?] Mit dem Programm AAM bin ich nun einigermaßen vertraut. Im grauen Fenster rechts oben werden die ausgewählten Einträge in Englisch mehr oder weniger gut erklärt.
Klicke ich jedoch auf einige Tabellen ab Sektion 410 (Beispiel 410: „Delta Cl_de(M)“), so sehe ich keine vernünftige Beschreibung dieses Parameters. Wie kann ich aber herausfinden, wofür diese Tabellen zuständig sind?
[!] In der Sektion 1101 (Main Aerodynamics) gibt es dieselben Einträge, allerdings ohne das „...(M)“ dahinter. Dort werden die Bezeichnungen der ganzen „Cl_de“..., usw.-Abkürzungen etwas besser erklärt, wenngleich manchmal dennoch Fragen offen bleiben.
Bei den Tabellen wird eine Größe in Abhängigkeit der Machzahl aufgetragen, in der Sektion 1101 wahrscheinlich wohl einfach so für alle Betriebsbereiche.
In unserem Beispiel gibt es in der Sektion 1101 den Eintrag „(INT16_2) CL_de Lift - Elevator, ...“. Im rechten Fenster oben steht dazu: „~(MAC/Distance_Elevator) * Pitch_Moment-Elevator
Elevator and Horiz Stab Lift change load on Wing slightly when deflected“.
So richtig verstehe ich die Erklärungen auch nicht... Man muss dafür schon gut Englisch können.
Oder man muss die Tabelle und die Einträge testen, um festzustellen, wofür sie gut sind. Ich denke, es hat irgendwas mit der Auftriebsänderung bei der Auslenkung der Höhenruder zu tun...
Na ja, ich hab´s bisher noch nicht probiert.
So, Leute, ich hab genug vom Schreiben.
Mein Text mag noch so lang sein, aber eines kann ich euch damit nicht abnehmen: Die vielen Testflüge nach dem Editieren während des gesamten Tunings. Will man aus einem schlechten Flieger einen guten Erstellen, so kann es wirklich viel Zeit brauchen, bis man sein Ziel erreicht hat.
Die stetigen Verbesserungen der Flugeigenschaften sind dann die einzige Motivation, die einen nicht aufgeben lassen, sondern zum weitermachen mit dem Tuning bringen.
Noch etwas: Ein Vorwurf, der sich immer wieder an die Flugeigenschaften im Flugsimulator richtet, ist folgender: „Wichtig sind in erster Linie nicht in Zahlen erfassbare Werte wie Steigrate, Verbrauch, etc., sondern das Gefühl für die Steuerung des Flugzeugs.“
Ich gebe zu, dass all meine Tips sich weitgehend an in Zahlen erfassbare Werte richten und nicht an das „Fluggefühl“ an sich.
Allerdings denke ich, dass man mit einem Joystick am PC von dem individuellen Fluggefühl unterschiedlicher Flugzeuge nicht viel mitkriegt und dass damit der Möglichkeit, Fluggefühl zu „editieren“, natürliche Grenzen gesetzt werden.
Es ist so: Schlägt man den Joystick nach links aus, rollt das Flugzeug auch nach links. Die Geschwindigkeit oder die Empfindlichkeit, mit der das Rollen von sich geht, kann natürlich geändert werden, genauso wie die Stabilität. Oder das Auftriebs- und Rollverhalten beim Überziehen.
Viel mehr als das kann man am PC aber nicht „empfinden“.
Für mich sind realistische „Zahlenwerte“ wie Auftrieb, Widerstand, Leistung, Verbrauch, usw. aber schon wichtig, denn zumindest so bleibt nach einem Flug die Gewißheit, ein „echtes“ Flugzeug geflogen zu haben: Nicht das zu spüren, was ein echter Pilot machen würde, sondern bei unterschiedlichen Flugbedingungen unter realistischen Voraussetzungen die Werte einzuhalten, die ein echter Pilot auch machen würde. Dies gilt erst recht bei Jets.
Sind Verbrauch, Widerstand, Auftrieb usw. völlig daneben, so bin ich im nicht mit dem konfrontiert, mit dem ein echter Pilot es ist. Und unter diesen Bedingungen ist das fliegen für mich nur ein lächerliches Spiel.
Hat der Flieger aber gute „Werte“, so versetze ich mich innerlich in den Flieger wie in einen echten, und fühle mich herausgefordert.
Soweit die persönlichen Vorlieben. Dass es selbst für hochwertige AddOns nicht selbstverständlich ist, gute Flugeigenschaften (gute in Zahlen erfassbare Werte) zu erstellen, haben einige von euch erfahren.
Für die, die ein gutes Flugmodell erstellen WOLLEN, dient diese Anleitung. Übrigens ist der zweite Teil kein ERSATZ für die erste, sondern eine ERGÄNZUNG. Wenn ihr tunt, dann müsst ihr auch in der aircraft.cfg einiges Verändern.
So, nun wünsche ich euch ein schönes neues Jahr!
Gruß Konstantin
P.S.: Und das nächsten Mal folgt Teil 3 mit der Überschrift: „Wir tunen gemeinsam die Flugeigenschaften des MS-Learjet 45!“
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