Sicher, digitale Archivierung ist bereits Standard, aber trotzdem lassen sich viele Ärzte lieber eine Hardcopy auf Film ausdrucken wegen der besseren Befundbarkeit, aus Gewohnheit, oder einfach weil das Equipment unzureichend ist - uralte Computerkisten mit WinNT und lausigen Grafikkarten sind weit verbreitet in den Gemeindespitälern.
Bei uns zB reicht die Palette von P133 bis PIII 500 und eine Planungsworkstation mit PARISC 200 CPU.
Nicht jeder Arzt hat ein DICOM-Archivierungs- und Bildbetrachtungsprogramm. Zwar werden immer öfter Gratisviewer auf den CDs mitgeliefert, deren Funktionsumfang und Bedienkomfort variiert allerdings stark.
Das digitale Bildformat in der Medizin ist nun einmal DICOM, und die Software, die wir verwenden, um die Bilder zu archivieren, betrachten und verwalten, kostet ohne Zusatzmodule in der Basisversion gleich mal 7000 €.
Leider kostet in der Medizin alles gleich das 100-fache. Technische Innovationen finden auch deswegen nur langsam den Weg in die Praxis. Z.B gibt es bei uns noch nirgens optische Mäuse an den Untersuchungsgeräten, weil allein der gesetzlich vorgeschriebene 6-Monatige Zertifizierungsprozeß den Firmen die Sache einfach nicht wert ist.
Zu den Röntgengeräten:
Ist zwar keine Spiegelreflexkamera sowas, aber heute verwendet man digitale Detektoren, die die Strahlenabschwächung messen. Im Prinzip ist es aber ähnlich wie ein Kamerachip, nur größer und statt Photonen werden eben Gammastrahlen ausgewertet.
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