Ich bin der Meinung, dass Kill Volume I das gleiche Problem wie MAtrix 2 hat.
Es ist kein "einzelner und abgeschlossener" Film - es sind eben zwei Teile und man kann somit erst wirklich darüber urteilen, wenn man alles gesehen hat.
Dies gilt zumindest für Charakterentwicklung. Tarantino liebt es erst im Nachhinein die Infos zu geben, und erst nachher manche Motivationen erkennt.
Das sooo viel Blut fließt finde ich nicht. Versteht mich nicht falsch, es spritzt und spratzt zumindest bei zwei Szenen recht ordentlich, aber dass die Leute knietief im BLut waten und Vampire aus einem Umkreis von 1.000 km angezogen werden konnte ich nicht ausmachen.
Die Kampfszenen waren durchaus gut, auch wenn ich zugeben muss, dass sie mich nicht so beeindruckt haben wie ich es erhofft habe.
Es ist ein exzellent verfilmter Manga mit toller Musik. Trotz der verschiedenen Stile passen sie recht gut.
"Gestört" hat mich, dass Uma einfach mit ihrem Katana im Handgepäck herumgeflogen ist. - Na sicher
Ein Kultfilm ist es für mich dennoch. Zudem finde ich es sehr geschickt den Film jetzt zu bringen, da es derzeit einen gewissen Anime-Trend gibt (MTV, VIVA, VOX). Das Verständnis für die japanische Kultur und im speziellen ihre Kampfweise (Kämpfen -> Ruhen -> Kämpfen) hat sich auch etwas etabliert.
Dialoge: Waren mir auch etwas zu wenig und vor allem plakativ - vielleicht ist dies bewusst um leichter zitieren zu können.
Ich bin jedenfalls auf Volume II gespannt. -Ein Double Feature ist dann sicherlich empfehlenswert.