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Alt 20.10.2003, 02:01   #155
Belgarath
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Zitat:
Original geschrieben von Flink
Dein Rückschluss ist falsch. Derlei habe weder ich jemals behauptet, noch steht derartiges in der Bibel. Ein derartiger Umkehrschluß ist eben nicht richtig.
hmmm ... also zuerst hast Du geschrieben:

Wenn es Elend auf der Welt gibt, schaut Gott nicht einfach nur zu.

ergänzend zu dieser Aussage hast Du dann einige Postings später geschrieben:

Natürlich ist hier zu ergänzen, dass es manchmal auch so ist, dass der Mensch auch Gott anrufen muss, ehe er eingreift.

Also, wie soll ich es denn sonst verstehen?

Zitat:
Ein kriegerisches Vorgehen wird keinen Erfolg haben, wenn sich die Juden von Gott abgewandt haben.
Das heißt also, wenn die Juden sich nicht von Gott abgewandt haben, wird es von Erfolg gekrönt sein? Und Erfolg oder Mißerfolg sind dann ein Zeichen für die Stärke des über das gesamte Volk Israel gemittelten Glaubens?

Zitat:
Aller Applaus gebührt nur Gott selber.
Nein, für solche Bemerkungen zum Thema Kinderarbeit hast Du Dir meinen Applaus redlich verdient - nur die Bedeutung in diesem Fall ist halt keine positive ...

Zitat:
Schade, dass du Dinge hineinliest, die ich nie geschrieben habe.
Interessant - aber offensichtlich geht's uns beiden ja ähnlich ... Du scheinst auch nicht wirklich gelesen zu haben, was ich geschrieben habe...

Zitat:
Jesus und seine Jünger waren Extremisten. Sind dir diese Vorzeige-Christen ein Gräuel ? Müßten sich Christen von heute völlig anders verhalten als die Urchristen
Jesus und seine Jünger hätten wohl mit Extremisten, wie sie heute zu finden sind, nichts am Hut gehabt. Der neutestamentliche Jesus war sogar in der Sprache (fast) immer gewaltfrei, ein Lehrer und mittellos umherwandernder Prediger.

Wenn ich die Bibel in ihrer Gesamtheit hernehme, gibt es gerade im Bereich der Position zur Gewalt immer wieder konträre Aussagen: David gegen Goliath, Samson, Joshua auf der einen Seite, Jesus mit dem 'Ohrfeigen-Beispiel', dem Verbieten von Gewalt seitens seiner Jünger (Ölberg) und seiner Akzeptanz des Märtyrer-Tods auf der anderen.

Die ansatzweisen Extremisten, die mir bis jetzt untergekommen sind, waren so absolut von ihrer alleinigen Wissens- und Glaubenskompetenz überzeugt, daß die von Jesus vorgelebte Toleranz keinen Platz in ihrem Weltbild hatte (Beispiel Ehebrecherin: Jesus verhindert deren Steinigung und weist sie an, nicht mehr zu sündigen, aber er verurteilt sie nicht - heutzutage sehe ich diese Form der Toleranz bei den von ihrer Missionssendung überzeugten 'Christen' nicht).

Zitat:
Es gibt nur die 2 Möglichkeiten: Im NT steht die Wahrheit über Jesus oder es steht dort nicht die Wahrheit. Jeder der darin die Wahrheit glaubend annimmt hat dann nicht mehr die Möglichkeit, etwas anderes als alleinige Wahrheit anzusehen. Wie sollte sowas denn möglich sein: 2 alleinige Wahrheiten anzuerkennen?
Es wird in einer Enzyklika sehr wohl das in den anderen Religion als wahr anerkannt und respektiert, was eben darin wahr ist. Aber eine Gleichstellung aller Religionen wäre ein Widerspruch zum NT und AT!
Es gibt mehr als 2 Möglichkeiten, fraglich ist, ob man das mit Scheuklappendenken erkennen kann ... und über das, was wahr ist, läßt sich trefflich streiten - Problem ist nur, daß jeder die Welt und die Geschehnisse mit anderen Augen erlebt, und sich damit unterschiedliche Wahrheiten ergeben. Und die Sprache ist bei weitem nicht potent genug, um Erlebnisse in ihrer Gesamtheit zu beschreiben, zumal erwiesenermaßen der Mensch sehr viele Dinge in seinem (Er)Leben einfach ausblendet - es gibt nun mal nur sehr wenige (wenn überhaupt) Menschen mit einem vollständig eidetischen Gedächtnis (also ein absolutes Gedächtnis auf Basis aller Sinneseindrücke). Und selbst diese können nur eine ansatzweise Wiedergabe ihrer Erinnerungen erreichen, weil sich 1. nicht alles durch die Sprache vermitteln läßt, 2. Du und ich ein anderes Empfinden haben, wenn wir z.B eine 'reine' Sinuswelle mit 440 Hz hören.

Zitat:
Das ist völlig ok. Es gäbe noch viel zu ergänzen, was aber den Rahmen hier sprengen würde.
Oh, vielen Dank! Ich frage mich nur, was Du über meine Gotteserfahrungen weißt, daß Du beurteilen kannst, welchen Rahmen die 'Ergänzungen' benötigen würden ...

Zitat:
Diesen Ausdruck verwende ich nicht.
Hab' ich auch nicht behauptet, hier wurde ein Argument von Camphari aufgegriffen ...

lg,
Klaus
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