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Alt 11.10.2003, 00:24   #6
The_Lord_of_Midnight
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prinzipiell sollte das ziel dort hingehen, daß in billiglohnländern auch umwelt- und sozialstandards geschaffen werden. dann müssten wir auch nicht mehr über den schutz unseres eigenen marktes nachdenken. wenn wir versuchen, diese länder weiterhin sozusagen "klein zu halten", ist das langfristig nicht gut. z.b. für unser aller sicherheit.

ein weiteres problem mit dem "dichtmachen der eu-grenzen": was tust du z.b. mit amerikanischen firmen, die in billiglohnländern arbeit einkaufen und dann den eu-markt mit dieser konkurrenz schwer schädigen wenn nicht sogar vernichten würden ? den markt auch gegenüber amerika dichtzumachen wäre meiner ansicht nach unsinnig. denn amerika hat alleine weit mehr als die hälfte des geldvermögens auf der ganzen welt. da würden wir uns selbst mehr schaden, als wir verkraften können.

also ich bin der meinung, ohne amerika werden wir niemals einen weg gegen die abwanderung von arbeitsplätzen finden können.

die frage, wo die politiker mit antworten oder zumindest mit initiativen in diese richtung bleiben, stelle ich mir auch schon lange. nicht mal die opposition, die immer alles besser weiß, getraut sich dieses thema anzuschneiden. ist doch viel bequemer und vor allem machtpolitisch einfacher, wenn man der aktuellen regierung die schuld an allen problemen in die schuhe schiebt. denn sonst könnten vielleicht die leute draufkommen, daß sie überhaupt keinen tau haben, wie man die wirklichen probleme lösen könnte.
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