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Alt 01.10.2003, 08:25   #51
Tamarah
Lady of the Rings
 
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Registriert seit: 21.03.2003
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Mein Computer

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Das Thema Karenz, Beruf, Wohlstand usw. sehe ich als Frau so:

Ich haben einen Job, den ich sehr mag und den ich nur ungern aufgeben würde. Aber ich möchte auch Kinder haben und ich möchte für meine Kinder da sein. Volle Berufstätigkeit UND Kinder geht einfach nicht, zumindest nicht in den ersten Jahren. Also werde ich in Karenz gehen, vermutlich auch einige Jahre Teilzeit anhängen bis die Kinder alt genug sind, um weitgehend alleine zurecht zu kommen.

Das Karenzgeld in Summe gesehen für alle Frauen ist ein schöner Batzen Geld, aber für die einzelne Frau? Lächerlich! Wie soll ich von dem bisschen Karenzgeld meine Wohnung bezahlen, meinen Lebensunterhalt bestreiten, das Kind versorgen?
Und anschließend während meiner Teilzeitarbeit sieht es auch nicht viel besser aus.

Gut, also angenommen ich habe einen lieben Mann, der mich hier (finanziell) unterstützt. Umgekehrt wird es wohl eher nicht sein, da in der Regel der Mann mehr verdient und es daher günstiger ist, wenn die Frau auf ihr Einkommen verzichtet.

Aber wie ist das dann, wenn ich 65 bin? Ehen und Beziehungen halten nicht immer ewig. Der Mann ist vielleicht längst auf und davon.
Und meine Pension? Wird wohl nicht allzu üppig sein. Karenzzeiten und Zeiten, in denen ich nicht voll berufstätig war, werden zwar für die Pension angerechnet, aber was ist mit der Bemessungsgrundlage? Das Einkommen war zeitweise sehr niedrig, also wird es mit der Pension schlecht aussehen. Vor allem, wenn der Durchrechnungszeitraum 40 Jahre beträgt.

Wo ist jetzt also der Vorteil der Frauen? Ich sehe keinen.
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Wenn es nicht wichtig ist zu siegen, warum zählen wir dann die Punkte?
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