Zitat:
Original geschrieben von The_Lord_of_Midnight
es geht darum, daß nicht nur in wien die extrem gut bezahlten arbeitsplätze zur verfügung stehen, die von leuten in ganz österreich finanziert werden. und es geht auch darum, daß leute die nicht in wien wohnen, mehr und leichtere mitsprache- und mitarbeitsmöglichkeiten in unseren zentralsten und wichtigsten regierungsstellen haben. und das ohne daß sie ihr heimatbundesland verlassen müssen.
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sehe ich eigentlich genauso. bregenz liegt zb. näher bei paris (!!) als bei wien. für einen vorarlberger ist es praktisch unmöglich ein bundesamt zu bekleiden ohne ständig pendeln zu müssen oder sich eine wohnung in wien zuzulegen (= zu hoher kostenfaktor). immerhin wohnen 3/4 der österreicher NICHT in wien!
ganz abgesehen, dass es zb. einem vorarlberger bereits das studieren erschwert wird (ein studium auswertig kann sich nicht jeder leisten - vbg. hat ja keine uni, während ein in wien geborener problemlos "zuhause" studieren kann) finde ich, dass man wenigstens in politischen sachen mehr rücksicht auf die länder nehmen sollte.
viele österreicher regen sich so gerne darüber auf, dass wir ein netto-zahler für die eu sind, eigentlich aber nicht viel mitzureden haben. vorarlberg ist auch einer der wenigen netto-zahler (ich glaube neben oberösterreich sogar der einzige) für den bund in österreich und hat de facto auch sehr wenig mitspracherecht, geschweige denn eine eigene bundesstaatliche institution.
zentralisierung lehne ich auch deshalb ab, weil ein beamter in wien gar nicht entscheiden kann welcher bergbauer wieviel förderung braucht oder wo man welche strasse sanieren soll. auch ein problem der eu ...
zb. in der schweiz klappt föderalismus ja wunderbar!