Zitat:
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War keinesfalls abwertend gemeint. Gerade solche "Mischlinge" vereinigen manchmal die Vorzüge beider Welten. Aber das einzige was dir zu meinem Posting einfällt, ist dass es eine Diskriminierung ist. Im übrigen weiß ich nicht, wie man politisch korrekt zu sochen Leuten sagt.
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hier werden zwei dinge miteinander verwechselt.
rassismus bedeutet nicht unbedingt rechtsextremismus.
rassistische auffassungen sind zwar häufig bestandteile rechtsextremer auffassungen, aber nicht jeder mit rassistischen auffassungen muß gleich rechtsextrem sein.
rassismus bedeutet auch nicht die verdammung einer bestimmten rasse an sich, sondern überhaupt die vorstellung, menschen und ihre kognitiven und charakterlichen fähigkeiten angeblich existenten rassen zuzuordnen.
seit der entschlüsselung des menschlichen genoms ist eines klar geworden, was wissenschaftler aus den verschiedensten bereichen in den letzten jahrzehnten schon längst geahnt haben, die einteilung des homo sapiens in nomenklatorische taxa unterhalb der spezies ergibt wissenschaftlich keinen sinn!
mit einfachen worten, es gibt bei menschen keine rassen.
wenn es keine rassen gibt, macht der ausdruck "mischling" auch keinen sinn.
aus dem textfragment läßt sich aber eindeutig eine unterscheidung erkennen. du sprichst von zwei welten und dem mischling, der den vorteil beider welten vereinbart. das ist nichts anderes als das postulat zweier rassen und einem sogenannten mischling. biologisch betrachtet ist das eine unzulässige unterscheidung.
außerdem sprichst du von vorzügen beider welten. d.h. nichts anderes als das du diesen
beiden welten bestimmte genetische eigenschaften zuordnest. nämlich die vorzüge.
wie gesagt, würde es sich um tradierte eigenschaften handeln, ergibt deine aussage keinen sinn. den diese eigenschafte werden nicht genetisch weitergegeben. die zuordnung sogenannte vorzüge, gemeint als genetisch weitergegeben rasse .... ist rassismus.
betrachten wir ein beliebtes merkmal, die hautfarbe.
molekularbiologen konnten feststellen, daß es ca 80 verschiedene phänotypen hinsicht der genetisch codierten ausgangsmenge an hautpigmenten exitieren.
mit einfachen worten, zwischen einer sehr hellen hautfarbe und einer sehr dunklen hautfarbe existieren ca 80 gleichberechtigte zwischenstufen. was folgt daraus? entweder postulieren wir 80 verschiedene hautfarbenrassen ... oder wir lassen es.
die einteilung in: schwarzer, roter, gelber ergibt keinen sinn. sie ist willkürlich und wissenschaftlich nicht haltbar.
analoges gilt für weitere genitische merkmale, die in früheren jahrzehnten bestimmten angeblichen rassen zugeordnet wurden.
es macht also keinen sinn rassen zu betrachten ... sondern nur individuen.
artemisia