Zitat:
Original geschrieben von Guru
Das "gängige" Mittel in der Privatwirtschaft ist also Konkurs - anders sprech das "Sozialisieren" der Schulden, also darf letztendlich der Staat zahlen?
Sollte das Deine Meinung sein - und so habe ich das verstanden - würde Guru interessieren, ob Du überhaupt weißt, was eine fahrlässige Krida ist ...
Konkurs, lieber maxb, hat als eine Grundlage entweder Überschuldung des Unternehmens oder Illiquidität (siehe Konkursordnung).
Der österreichische Staat als Eigentümer der öffentlichen Verwaltung oder auch der Österreichischen Bundesbahnen kann nicht in Konkurs gehen, muss daher seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen.
Investitionen in Infrastruktur - da zählen so Dinge wie Straßen, Bahnlinien inkl. Hochbauten, Flugsicherung (von mir aus auch der Belag auf den Luftstraßen) etc. dazu. Als Eigentümer ist der Staat verpflichtet, diese Investitionen durchzuführen - Investitionen, die Du wie so mancher Kronejournalist prinzipiell als "Schulden" abtut...
Guru
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fahrlässige Krida begeht für mich das Infrastrukturministerium, wenn die ÖBB nicht sofort reformiert wird.
die ÖBB mag nicht überschuldet sein, aber illequide ist sie garantiert -> Konkurs
aha, der Eigentümer selbst und nicht das Unternehmen soll in diesem Fall mit seinem vollen Vermögen einfach haften. warum soll die ÖBB solche Privilegien gegenüber anderen ehemaligen verstaatlichen Betrieben wie z.B. AUA oder Unternehmen der ÖIAG besitzen? hätte man aus der ÖBB rechtzeitig eine ÖB AG gemacht, dann wäre betriebswirtschaftliches Denken vielleicht früher in diesen "Verein" eingezogen.
...übrigens, die swiss air wurde auch beinhart in den konkurs geschickt... und die die schweiz ist dadurch auch nicht untergegangen.
...und Investitionen sind ja gar kein Streitthema bei unserer lieben ÖBB, nur ist halt kein Geld dafür da, weil ein Großteil des Machbaren (nicht der Erlöse) für Personal und Pensionskosten draufgehen.
übrigens habe ich heute Nachmittag mal einen Blick auf die Bilanz 2002 der Deutschen Bahn geworfen. dort geht's zwar auch nicht ohne Verluste, aber es ist wenigsten nicht so ein Desaster wie bei uns und das Leistungs/Kostenverhältnis stimmt auch.
Für die ÖBB muss man sich als Österreicher einfach schämen! Im In- und Ausland.
grüße
maxb
PS: ich schäme mich nicht für die ÖBB, mir ist sie wurscht. ich will nur, dass meine steuergelder und die von vielen anderen sinnvoll und effizient eingesetzt werden und das sie nicht in unternehmen wie der ÖBB verschleudert und vergeudet werden. das ist auch mein gutes recht als bürger dieses staates