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Yolgie Bear 10.04.2003 00:17

Die heilig gesprochenen Studiengebühren!
 
Ich würde gerne einmal von allen Studierenden Diskutierern wissen wieso sie für oder gegen die Studiengebühr sind.

gaelic 10.04.2003 00:36

Hochschulbudget 1999:
EUR 2,405 Mrd. (1,22 % am BIP)

Hochschulbudget 2000:
EUR 2,313 Mrd. (1,13 % am BIP)

Hochschulbudget 2001:
EUR 2,386 Mrd. (1,13 % am BIP)

Hochschulbudget 2002:
EUR 2,398 Mrd. (1,11 % am BIP)

Yolgie Bear 10.04.2003 00:37

Ich verstehe dein Argument nicht.

gaelic 10.04.2003 00:40

was verstehts du daran nicht, das budget geht zurück, und das trotz der studiengebühren. lustig nicht.

und da die quelle: http://www.bmbwk.gv.at/start.asp?bereich=7&OID=8329

Yolgie Bear 10.04.2003 00:45

Also wenn ich die Zahlen richtig lese dann ist das Budget in den letzten 2 Jahren gestiegen. Allein der Anteil am BIP ist gesunken.
Und war nicht 2001 das grosse Sparpaket? Das immer in den Zukunftsinvestitionen gespart wird ist eh bekannt...

gaelic 10.04.2003 01:01

natürlich, zuerst kürzen, danach wieder die hälfte rauf und behaupten man ist super und die beste regierung die mehr geld hergibt :D einfach lächerlich die frau volksschullehrerin.
und insgesamt sollte doch der bildungsanteil am bip stimmen und nicht nur die konkreten zahlen. und ich frage mich auch wo die studiengebühren von 190000 studenten (950.000.000€). also sollte sich das budget der unis seit einführung der studiengebühren um diesen betrag (fast 1mrd €) erhöht haben.

außerdem haben sich seit der einführung der studiengebühren die zustände an den unis nicht gebessert.

soll heißen:

- noch immer zuwenig plätze in seminaren, hörsälen, ...
- zuwenig betreuung durch assistenten (erklärt mir den sinn einer sprachübung mit 50 teilnehmern)
- noch immer veraltete geräte

gaelic 10.04.2003 08:39

hab mich beid er währung verschrieben; die studiengebühren belaufen sich zusammen auf ca 1mrd ATS; also ein tropfen auf dem heißen stein...

wenns so funktioniert wie die ambulanzgebühr, dann erhält sich das system selbst.

kikakater 10.04.2003 19:42

Na ja, die Studiengebühren sind ein Versuch, die allgemeine höhere Bildung so weit wie möglich aus den teuren Privatunis herauszuhalten. Immerhin verdient ein Akademiker überdurchschnittlich. Viele die studieren, tun dies ohne Zukunftsaussicht. Ein wenig Sinn sollte die Entscheidung pro / contra Studium schon machen, denn einfach nur so vor sich hin studieren ist mit den Studiengebühren nicht mehr so einfach leistbar.

Ist wieder so eine Amerikanisierung: Amerikanische und englische Privatuniversitäten und Institute drängen zumindest massiv auf den europäischen Markt, ein Teil des GATS.

General Agreement on Trade in Services (GATS)

PowerPoldi 10.04.2003 19:53

ERSTENS:

Es geht doch auch darum den Kuchen gerecht unter den einzelnen UNIs aufzuteilen. Das geschieht anhand der inskribierten Hörer. Viele Hörer = großes Stück vom Kuchen.

Verschwinden die Karteileichen, wird das System gerechter.


ZWEITENS

Wertgeschätzt wird etwas nur wenn man seinen Beitrag an den Kosten trägt. Ich war noch zu Zeiten der TOTAL Gratisschulbücher in der AHS. Da gabs kiloweise Schrottbücher die wir ein ganzes Jahr nich ein einziges Mal aufgemacht haben. Tolle Geldverschwendung, aber ei is jo eh gratis.
Wie is des jetzt? Hat sich an dieser Mentalität was geändert seitdem es einen Unkostenbeitrag gibt?

gaelic 10.04.2003 20:02

nein, es werden in den schulen immer noch bücher angeschafft, die kein einziges mal aufgeschlagen werden. ich kann mich noch an ein literatur-lesebuch erinnern. ca 200 seiten, war für alle 4 jahre gedacht und ich glaub in den vier jahren haben wir 3 mal ein gedicht (jedes ca 1 seite) daraus gelesen.


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