Beim Vix geht es um "local peering" - also den gegenseitigen Datenaustausch, ohne dafür die internationalen Leitungen zu benutzen.
Z.B. Würde Inode nicht am VIX peeren, würde ein Zugriff von Inode-Kunden auf die WCM-Homepage über Deutschland, USA oder Polen geroutet werden.
Frag einen Chello-User, die kennen das Problem :D
http://www.vix.at/
Zitat:
In den frühen Zeiten des Internet kam es - speziell in Europa - gar nicht selten vor, daß der Datenverkehr zwischen zwei Internet-Anwendern aus derselben Stadt zweimal die Landesgrenze oder sogar den Atlantik überqueren mußte, weil die beiden Benutzer Kunden bei verschiedenen ISPs (Internet Service Provider) waren und die Datenpakete zuerst zum nächsten gemeinsamen Netzwerkknoten und von dort wieder zurückgeschickt wurden. Um solche Umwege zu vermeiden, wurden im Laufe der Zeit überall dort, wo mehrere voneinander unabhängige ISPs in der gleichen geographischen Region tätig sind, sogenannte Internet Exchange Points eingerichtet.
In den USA haben sich solche Internet Exchange Points schon vor vielen Jahren etabliert - unter verschiedenen Bezeichnungen, wie Metropolitan Area Exchange (MAE, z.B. MAE-East und MAE-West an der Ost- bzw. Westküste), Network Access Point (NAP, z.B. Sprint-NAP) oder einfach Internet eXchange (IX). Seit Mitte der neunziger Jahre entstehen Internet Exchange Points auch in vielen europäischen Städten, z.B. der London Internet Exchange (LINX), der Amsterdam Internet Exchange (AMS-IX) und eben der Vienna Internet eXchange (VIX).
Obwohl Namen, Organisationsformen und die verwendete Netzwerktechnik unterschiedlich sind (und sich auch im Laufe der Zeit verändern), ist der Sinn von Internet Exchange Points überall der gleiche: Nämlich lokalen Internet-Verkehr möglichst lokal zu halten und damit
* den Verkehrsdurchsatz zu maximieren,
* die Verzögerungszeiten zu minimieren und
* teure Weitverkehrsstrecken zu entlasten.
Zu diesem Zweck wird an einem aus technischer, geographischer und topologischer Sicht sinnvollen Standort die geeignete Netzwerk-Infrastruktur (zumeist Ethernet-Switches, FDDI-Ringe und/oder ATM-Switches) und Stellplatz für die Router der teilnehmenden ISPs zur Verfügung gestellt. Jeder Teilnehmer-ISP errichtet dorthin eine Standleitungsverbindung, installiert seinen Router und schließt diesen an seine Standleitung sowie an die gemeinsame Exchange-Infrastruktur an. Nun werden auf diesen Routern unter Verwendung des Routing-Protokolls BGP (Border Gateway Protocol) sogenannte Peering Relations konfiguriert, mit denen den gewünschten Austauschpartnern am Exchange Point die Adreßbereiche der jeweils eigenen Kunden-Netzwerke angekündigt werden. Damit ist gewährleistet, daß ab diesem Zeitpunkt die Verkehrsströme zwischen den Kunden von miteinander "peerenden" ISPs bevorzugt über den Exchange Point laufen und die genannten Vorteile (schneller, effizienter, billiger) zum Tragen kommen.
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