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Biberbruder 06.01.2003 02:35

Madeira Anflug
 
Hi Leutz,

ich wollte mal anfangen etwas schwerere Anflüge zu Üben und hab mir mit Madeira(Funchal) nen harten Brocken ausgesucht.
Ich wollte also den VOR Visual auf die RW05 machen und mir fällt auf das ich das Manuell noch nich kann.
Also Aus meinen Charts geht hervor:
1. FUN VOR(112.2)
2. Outbound FUN VOR 213°
3. D3.6
4. D6.0
Dann kommt ne rechtskurve auf
5.Gelo
6.Rosario
und dann gehts ins kurze Final.

Also bis zum VOR komme ich.Dann spinnt der AP des FS2002 aber das kennen wir ja und er nimmt das VOR nich wirklich.
Nagut das Problem liegt auch eher bei den anderen Punkten.
Im FMC wüsste ich die einzuprogrammieren und abfliegen zu lassen, aber wie mache ich das Manuell?W kann ich D3.6 im Ap einstellen?HAt Gelo eine Frequenz?

Danke schonmal für Hilfe....den Anflug muss ich noch schaffen ;)

Hans Tobolla 06.01.2003 11:03

Hi Patrick,

Mit welcher Maschine fliegst du denn den Anflug?


Gruß!

Hans

Biberbruder 06.01.2003 11:28

Morgen Hans,

ich habe das ganze mit der DF 737-400 vor.

Simfan 06.01.2003 11:37

Ich flieg's heute von LFMN (Nizza) nach Madeira mit der DF734.
Vielleicht kann ich dir am Nachmittag schon sagen, wie's geht.

mfg Thomas :)

wahltho 06.01.2003 12:32

RE: Approach LPMA 05
 
Nachfolgend mal ein Auszug aus einem alten Post von mir zu dem Thema "Approach LPMA 05".

Referenziert zwar eigentlich auf den NDB/DME-Approach, nutzt aber auch das VOR FUN, da VOR FUN und NDB MAD an der gleichen Stelle stehen.

P.S: der NDB/DME-Approach erlaubt eine weitere Kurve aufs Final


Tipps für Anflug auf 05 LPMA
Also,

vielleicht ein paar Tipps.

Am Besten das VOR FUN so bei 1.500 Ft passieren. Wie auf dem Chart vorgesehen VOR FUN auf dem Radial 201 verlassen und weiter auf 800- 900 Ft absinken bei DME 4.0 FUN dann auf 236 Grad gehen und so bei ca. DME 7.0 die Rechtskurve einleiten.

Auf dem letzten Stück solltet Ihr die Kiste bereit in Landekonfiguration gebracht haben. Sie sollte das letzte Stück vor der Rechtskurve völlig ausgetrimmt auf 800 - 900 Ft. fliegen

Mit der DF737 fliege ich das letzte Stück vor der Rechtskurve so mit 160 Kt bei Flaps 30. Dann reduziere ich während der Rechtskurve auf 140 KT und setze Flaps nur noch auf Full.

Mit der PSS 772 bin ich den 05er Approach auch schon ohne Probleme geflogen.

Biberbruder 06.01.2003 15:02

So ich bin die ganze Sache mal so geflogen wie waltho sie beschrieben hat.Ging alles wunderbar bis auf die alte leier mit dem VOR.ich musste also mehr oder weniger per HDG select fliegen.
Entweder bin ich zu blöd oder mit dem flusi stimmt was nich.was is eigentlich die vorraussetzung für das anschneiden der VORs??ich bekomme es nicht hin das ich auf 210° das VOR verlasse.

Valjean 06.01.2003 15:27

Hallo!

Wenn Du outbound Radial 210 fliegen sollst:
Radial intercepet: Du fliegst direkt auf das VOR zu (bsp mit HDG 170°), kurz vor Überfliegen desselben, so 2-3 NM vorher je nach Geschwindigkeit drehst Du nach rechts auf 180° (210°-30°), so dass die Nadel (OBS auf 210°) links von der Mitte liegt. Wenn die Nadel beginnt sich zur Mitte zu bewegen, drehst Du weiter rechts bis 210°. Dann solltest Du keine Probleme haben das Radial einzufangen.

Mit der DF734 kannst Du im FMC einen Fixpunkt bestimmen. Dazu im Menu FIX einen neuen Fixpunkt erstellen. Du Willst einen Punkt auf dem Radial 213 3.6 NM von FUN erstellen: FUN im Scratch eingeben und unter LSK1 Programmieren. Dann 213/3.6 und mit LSK2 oder 3 darunter. Auf LSK2 klicken, dann sollte FUN213/3.6 im Scratch erscheinen. Diesen kannst Du dann in der LEGS PAGE an die richtige Stelle einfügen.

Bis dann
Robin

Peterle 06.01.2003 15:49

Fuer aeltere Leute...
 
... wie mich gib's eigentlich NACH Ueberfliegen von FUN gar kein VOR mehr... Ich benutze einfach meine gesunden Haende und steuere mit Hilfe des Kompasses (also HDG-Indicator) ganz trivial 213 Grad (nein, nicht HDG Select - der AP kommt mir dann natuerlich nicht mehr an die Steuerung :D )

Die einzige Elektronik, die ich dann noch benutze, ist das DME, um den Punkt fuer die Rechtskurve festzustellen. Das ist eigentlich auch nicht noetig, eine Stoppuhr ist voellig ausreichend.

Eine gute Uebung dafuer ist der Circling Approach Salzburg LOWS auf die 34. Da nimmt man ohnehin am besten die Stoppuhr... ich halte den eigentlich fuer noch ein bischen anspruchsvoller als Funchal.

Das sind so Anfluege, wo ich meinen alten grauen Zellen doch eher traue als einem FMS :lol:

Ist ja vielleicht zu altmodisch... aber beide Anfluege sind eigentlich nur eine leicht modifizierte Platzrunde... mit ein paar groesseren Steinen in der Umgebung :lol:
Peter

P.S. Natuerlich schadet es nichts, outbound Fun mal einen Blick auf's HSI oder entsprechende VOR-Indicators zu werfen, ob man einigermassen auf dem Radial ist. Eine hoehere Genauigkeit als zwei Grad wuerde ich real aber von einem VOR ohnehin nicht erwarten.

Biberbruder 06.01.2003 16:10

jaja peter der gefühlsflieger :lol: :lol:

erklärst du mir mal wie du das mit der stoppuhr machst???:confused:

Peterle 06.01.2003 16:27

Das hat mit Gefuehl...
 
... nicht viel zu tun, ist nur einfaches Kopfrechnen:

also, Du musst z.B. bei D6.3 FUN die Rechtskurve einleiten. Dein Flieger macht (Windstille!) z.B. 160kts (IAS, ist soweit unten praktisch gleich TAS, bei Windstille also GS).

Flugzeit(Minuten)= D(nm) * 60 / GS(kts)

D= Distanz, GS = Groundspeed.

Mal praktisch: Nach Ueberfliegen FUN Flugzeit = 6.3 * 60 /160 = 2.36 Min ungefaehr 2'20"

Mit einem Drehmeier kannst Du Dir den Quotienten 60/160 schnell eindrehen, dann liest Du einfach bei 6.3 ab. Aber es geht durchaus auch ueberschlaegig im Kopf - niemand soll ja wie auf Schienen fliegen, einziges Ziel ist: Keine Berge verunstalten und den Aufsetzpunkt mit passender Richtung, Geschwindigkeit und Hoehe ueber Grund (Null! :D ) zu treffen ;)

Liebe Gruesse
Peter

P.S. Die Stoppuhr-Fliegerei war frueher durchaus ueblich, ist also keine Marotte von mir :)

P.P.S. Es ist bei solchen Anfluegen immer nuetzlich zu wissen, wie lange Dein Flieger fuer eine nm braucht, das kann man sich eigentlich ganz gut merken:
180kts: 20"; 150kts: 24" 120 kts: 33"

Schaetzen wir mal den moeglichen Fehler bei einer DickDaumen-Ueberschlagsrechnung: Ich nehme grob 25" fuer die nm bei 160kts, mal 6 = 125" plus ein Drittel von 25... so 8... also 133 Sekunden. Fehler zur genaueren Rechnung: Ganze 7 Sekunden ;). Das ist eine Fehler-Strecke (bei 160nm) von 0.3nm entsprechend etwa 600 Metern. Frage: Wie genau ist ein DME wirklich?


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